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HEALTH NEWS
Daddeln führt zu schlechten Noten…
Chatten, gucken, spielen: Nach einer neuen Studie der DAK-Gesundheit sitzt fast jeder 5. Schüler täglich mindestens sechs Stunden vor dem Bildschirm....

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Ist Bio wirklich besser? !

- Bild: istockphoto
Dein Vater ist ein echter Sparfuchs. Der sagt, Milch ist Milch, und darum kaufen wir die billigste, die im Kühlregal steht. Deine Mutter kontert, Billig-Milch kommt gar nicht in die Tüte. Sie besteht auf Bio–Milch, die ist zwar teurer, aber auch gesünder. Und du? Du fragst dich mal wieder, wer denn jetzt eigentlich recht hat. aha!live verrät es dir…
Fakt 1: Mehr Vitamine
Deine Mutter hat recht: Viele Bio-Produkte enthalten mehr Vitamine und Nährstoffe als herkömmliche Lebensmittel. Zum Beispiel Bio-Milch: Sie hat bis zu 80 Prozent mehr Vitamin A und E. Und 40 bis 90 Prozent mehr an gesunden Fettsäuren wie Omega 3-Fettsäuren. Oder Bio-Äpfel: Sie haben 80 Prozent mehr Vitamin C als herkömmliche Äpfel zu bieten. All diese Vitamine und Nährstoffe kann dein Körper nicht selbst herstellen, er braucht sie aber, um gesund zu bleiben. Macht ein dickes Plus für Bio.
Fakt 2: Bio ist teurer

- (Bild: istockphoto)
Dein Vater hat auch recht: Bio ist teurer. Denn gute Qualität hat ihren Preis. Beispiel Tierhaltung: Öko-Kühe und Öko-Schweine haben Anspruch auf mehr Platz als die Tiere in der konventionellen (=herkömmlichen) Landwirtschaft. Also braucht der Ökobauer mehr Fläche, größere Ställe und vielleicht sogar noch Weideland. Das kostet Geld. Darum muss sein Produkt – also das Fleisch – mehr einbringen als bei einem herkömmlichen Bauern.
Auch Öko-Bauern, die Getreide, Gemüse oder Obst anbauen, brauchen mehr Raum als ihre „konventionellen“ Kollegen. Sie nutzen keine hochgezüchteten Turbo-Pflanzen und können daher auch nicht so viele Früchte pro Pflanze ernten. Außerdem darf der Gemüsebauer die Böden nicht mit künstlichen Chemie-Düngern aufbereiten. Ohne diesen Dünger braucht der Acker aber viel Zeit, um sich vom Anbau zu erholen. Deswegen liegt er auch mal eine Saison vollkommen brach – und bringt dem Bauern kein Geld ein.
Auch bei der Schädlingsbekämpfung muss sich der Öko-Bauer mehr abmühen, denn auch hier sind viele chemische Stoffe verboten. Da muss er die Schädlinge auch schon mal von Hand abschütteln oder abklauben. Und das Unkraut selbst jäten. Das kostet natürlich Zeit und ist auch nicht so effektiv wie die chemische Keule. All diese Maßnahmen treiben die Kosten für die Bio-Produkte in die Höhe. Daher ist Bio leider teurer.
Erdbeeren lieber vom Biobauern

- (Bild: istockphoto)
Dunkelrot, zuckersüß und unglaublich lecker – so haben deine Eltern Erdbeeren vielleicht noch in Erinnerung. Außerdem kostbar, denn es gab sie ja immer nur im Mai und Juni. Heute gibt es Erdbeeren zu fast jeder Jahreszeit, und dunkelrot sind sie immer noch. Aber geschmacklich könnten sie auch als Salatgurke durchgehen – so wässrig sind sie geworden. Wenn wir, also die Verbraucher, das ganze Jahr Erdbeeren essen wollen, dann müssen die Bauern die Natur schon ziemlich austricksen. Denn Erdbeeren sind hochempfindliche Pflanzen – und damit anfällig für Schädlinge. Darum tauchen konventionelle Bauern die jungen Erdbeerpflanzen vor dem Anpflanzen in ein Bad mit Pilzbekämpfungsmittel. Das Problem: So können Pestizid-Rückstände auftreten. Die sind zwar gesetzlich erlaubt, aber nicht unbedingt gesund.
Biobauern verzichten auf dieses Gift. Sie lassen mehr Platz zwischen den Erdbeerpflanzen, das soll den Pilzbefall verhindern. Durch den großen Abstand können aber wiederum nur weniger Pflanzen pro Hektar angebaut werden. Zudem müssen die Sorten robuster sein. Das heißt aber auch, dass sie weniger Früchte tragen als gezüchtete Turbo-Erdbeerpflanzen. Der Bio-Bauer hat also weniger Erdbeeren, die er ernten und verkaufen kann als der konventionelle Bauer, darum sind seine Erdbeeren teurer.
Tipp: Warte, bis im Mai eine Zeit lang die Sonne geschienen hat und dann geh doch mal selbst Erdbeeren beim Biobauern pflücken! Dann weißt du, wie Erdbeeren schmecken müssen – und dann machst du von allein einen Bogen um die wässrigen Früchte, die außerhalb ihrer Saison auf langen Transportwegen von Spanien nach Deutschland auch die letzten Vitamine verloren haben.
Bio-Fleisch: Mach dir keine Illusionen

- (Bild: Fotolia.com)
Bevor du dir falsche Vorstellungen machst: Auch bei Bio-Bauern sind glückliche Kühe auf einer saftigen Bergwiese eher die Ausnahme. In der Regel stehen die Kühe in großen Ställen, fest an ihren Platz angebunden. Biobauern müssen ihre Kühe jedoch regelmäßig auf die Weide führen. Oder ihnen wenigstens einen Ausflug im sogenannten Laufstall ermöglichen. Dieser Laufstall ist zwar meist nur ein betonierter, eingezäunter, schmaler Auslauf – aber weil er weniger Arbeit macht als eine Weide, ist er bei vielen Biobauern beliebt. Für die Tiere bedeuten die Ausflüge in den Laufstall oder auf die Weide weniger Abschürfungen und Wunden an den Sprunggelenken. Sie sind auch insgesamt ruhiger, weil sie ihre Rangordnung untereinander auskämpfen können. Diese Chance haben die angebundenen Tiere im konventionellen Stall nicht.
Das Fleisch von Tieren, die hauptsächlich frisches Grün fressen und sich bewegen dürfen, enthält viele gesunde Omega-3-Fettsäuren. Die Fettsäuren wirken sich positiv auf die Blutgefäße und den Blutdruck aus und hemmen Entzündungen und Schmerzen.
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