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Achtung, ich kann Mikado!

Aikido, Jiu-jutsu, Capoeira.... hinter diesen seltsamen Namen verbergen sich geniale Kampfsportarten. Sie fordern alles von dir: Schnelligkeit, Kraft und vor allem Disziplin. Wie du Meister der Körperbeherrschung wirst, verraten hier hier. 

Bild: istockphoto

Aikido

Es muss nicht immer mit Gewalt sein. Dass es viel smoother geht, zeigt die japanische Kampfkunst Aikido. Ziel im Aikido ist es, die Energie, die in Form von Schlägen und Aggression auf dich gerichtet wird, ins Leere laufen zu lassen. Der Trick dabei: Du nimmst die Kraft des Angriffs auf und leitest sie auf den Angreifer zurück. Das schaffst du beispielsweise durch Eindrehen und Mitgehen in Richtung des Angriffs. Dadurch verliert dein Gegner das Gleichgewicht, fällt hin  - und bleibt beeindruckt am Boden liegen.  

Das Aikido-Training setzt sich aus Körperschulung, Konzentrations- und Atemübungen sowie der Fallschule zusammen. Du übst Abfolgen von Bewegungen, sogenannte Katas, die noch an die Tradition des japanischen Schwertkampfes erinnern. Das ist kein Zufall, denn der Begründer des Aikido, Morihei Ueshiba, hat Aikido aus den Schwert- und Stocktechniken der japanischen Samurai weiterentwickelt.  

Die bekannteste Kata ist die 31 Jo Kata: nach vorne stoßen, blocken, sich seitlich drehen – es ist fast ein Tanz. Die Kata besteht aus 31 fließenden Bewegungen mit dem Stock. Dabei wirst du voll gefordert: Koordination, das Gefühl für Rhythmus und Timing, dein Gedächtnis und deine Fähigkeit zur Visualisierung werden hierbei ausgiebig trainiert.

Hier kannst du dir die 31 Jo Kata im Video anschauen:


Ganz wichtig dabei: Du brauchst eine stabile Haltung. Die Asiaten sprechen auch gern von einer stabilen Mitte. Das meinen sie sowohl körperlich als auch geistig. Wenn deine Mitte stabil ist, haut dich nichts so schnell um und du hast alles unter Kontrolle. Um das zu hinzubekommen, wird beim Aikido immer eine kleine Meditation ins Training eingebaut. Die Ruhe erlaubt dir, dich und deinen Körper ganz genau wahrzunehmen und dabei zu entspannen.  

Kraft und Körpergröße sind im Aikodo übrigens nicht wichtig. Und so kann eine zierliche 16-Jährige einen sturen 18-Jährigen, der deutlich stärker ist als sie, locker an die Wand spielen. Dafür muss sie natürlich regelmäßig trainieren. Denn bis zum Profi braucht es seine Zeit. Nicht umsonst erhält man den ersten Dan, also den ersten schwarzen Gürtel, frühestens nach sechs Jahren Training.   Lernen kannst du Aikido im Verein oder in einer entsprechenden Schule. Die Kosten für die Mitgliedschaft im Verein liegen etwa zwischen 50 und 150 Euro im Jahr, bei professionellen Schulen zwischen 500 und 1000 Euro. 

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