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Lenken, steuern, abheben!

Von Michael Krabs

Wo genug Platz und Wind ist, da lohnt sich meist ein Blick nach oben: Immer schönere und größere Drachen erobern friedlich den Luftraum. Egal, ob du wagemutig oder eher der bodenständige Typ bist, ob du Tüftler bist oder Träumer: Der Drachensport bietet jedem etwas!
 

Es begann vor langer Zeit in China

Paragleiten erfüllt den Traum vom Fliegen
(Bild: Colourbox.com)

Bodenpiloten steuern Ein- oder Mehrleiner-, Trick- oder Mattendrachen. Wer lieber den Boden unter den Füßen verlässt, hebt mit Drachenfliegern, Gleitschirmen oder Kiteboards ab.
Begonnen hat alles mit einfachen Einleinerdrachen. In China gab es sie schon vor 2 000 Jahren in allen erdenklichen Formen. Gebaut aus Bambusstäben und Seide, waren sie für Normalbürger aber noch unerschwinglich, sondern gehörten in die Welt der Fürsten, Prinzessinnen mit ihrem kaiserlichen Hofstaat. Erst mit der Verbreitung des Papiers entdeckten auch Bastler, Kinder und Flugbegeisterte Drachen als Hobby – bis Anfang des 18. Jahrhunderts die Kinder auch überall in Europa Drachen steigen ließen. Dann wurden sie für wissenschaftliche, meteorologische und militärische Verwendungen entwickelt – Fluggeräte, die sich präzise steuern ließen. Die ersten Mehrleiner und Gleitschirme wurden gebaut; damit konnte man größere Höhen erreichen und sogar Menschen in die Luft befördern.

Drachen als Kinderspielzeug

Anfang des 18. Jahrhunderts waren die Drachen als Kinderspielzeug in Europa weit verbreitet. Dann wurden sie für wissenschaftliche, meteorologische und militärische Verwendungen entwickelt – Fluggeräte, die sich präzise steuern ließen. Die ersten Mehrleiner und Gleitschirme wurden gebaut; damit konnte man größere Höhen erreichen und sogar Menschen in die Luft befördern.
Übrigens: Wegen des Klimawandels bekommen die Drachen Aufwind. Skysails zum Beispiel ist ein computergesteuertes Drachensystem für Schiffe. Dabei wird ein Lenkdrachen von bis zu 5.000 Quadratmetern Segelfläche an einem Schiff befestigt, wodurch sich der Treibstoffverbrauch um bis zu einem Drittel reduzieren und die Geschwindigkeit erhöhen lässt.
Auch die Hobbypiloten tüfteln an ihren Drachen und entwickeln immer ausgefeiltere Flieger: Trickdrachen, Hängegleiter, Drachenflieger und zum Schluss die Kitesysteme. Heute gibt es viele Möglichkeiten im Drachensport – bis hin zum Speedflying, bei dem man auf Skiern von einem Kitesegel über die Piste gefegt wird.

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