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HEALTH NEWS
Daddeln führt zu schlechten Noten…
Chatten, gucken, spielen: Nach einer neuen Studie der DAK-Gesundheit sitzt fast jeder 5. Schüler täglich mindestens sechs Stunden vor dem Bildschirm....

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Ich mach eine Therapie: Juan erzählt
Feuchte Hände, trockene Kehle, Herzrasen – ich saß ständig angespannt im Unterricht. Ich hatte Angst vor Lehrern. Angst, aufgerufen zu werden. Angst, meinen Eltern die schlechten Noten zu beichten. Nach der vierten Klasse dachte ich, ich könne mich zurücklehnen. Ich war auf dem Gymnasium – was sollte denn jetzt noch schiefgehen? Aber da hatte ich mich mächtig getäuscht. Die Wissenslücken wuchsen, und damit auch mein Angst, dem Schuldruck nicht standhalten zu können.
Totale Lernblockade

- Schlechte Noten und Stress mit den Lehrern – Juan (14) aus München wurde von allen abgeschrieben. Erst eine Therapie half ihm wieder auf die Beine.
Wenn es ans lernen ging, war ich blockiert. Alles sträubte sich in mir, ein Schulbuch in die Hand zu nehmen. Also suchte ich Ablenkung: spielte Computer, sah viel fern und war ständig mit meinen Kumpels unterwegs. Die Noten gingen natürlich steil in den Keller, und für die Lehrer wurde ich zu einem hoffnungslosen Fall. Ich meldete mich selten, und wenn sie mich aufriefen, wusste ich die Antwort nicht. Sporadisch wurde ich zwar drangenommen, aber noch bevor ich zu einer Antwort hätte ansetzen können, wurde abgewinkt, nach dem Motto: Der Juan, der weiß ja eh nichts. Das meine Ängste nicht normal waren, kam mir gar nicht erst in den Sinn.
Ich wollte mich nicht als Versager fühlen.
Doch was hätte ich tun können? Meine Eltern schickten mich schließlich zur Nachhilfe. Weit weg vom Klassenzimmer verstand und wusste ich jedoch fast alles. In der Schule glänzte ich dann wieder nur mit Blackouts. Nach der Sechsten musste ich schließlich auf die Realschule wechseln. Das war der Moment, als meine Eltern Alarm schlugen: Ich sollte zum Therapeuten gehen! Damals war ich 11 Jahre alt und schämte mich in Grund und Boden.
Mit Hilfe der Therapeutin zurück ins Leben
Heute bin ich total froh, dass meine Eltern mich überredet haben, eine Therapie zu machen. Doch ich musste viele Therapeuten ausprobieren: Zu manchen hatte ich keinen Draht, einer wollte, dass ich immer Bilder male, ein anderer sagte, ich solle halt meine Hausaufgaben machen. Meine jetzige Therapeutin ist aber ein Glückstreffer. Sie ist lustig, hört zu, gibt mir aber auch gute Tipps. Sie sagt, ich muss lernen abzuschalten, denn nur so kann ich mich besser konzentrieren. Das ist wichtig, damit beim Lernen mehr hängen bleibt. Wir haben zwar noch einen weiten Weg, bis ich ohne Bauchweh im Unterricht sitzen kann, doch mit der Unterstützung meiner neuen Therapeutin bin ich mir sicher, dass ich es bald zurück auf ein Gymnasium schaffen werde. Mein größter Traum ist es nämlich, zu studieren.
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