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Interview mit Max Kidd, Hauptdarsteller im Kinofilm „Hangtime – Kein leichtes Spiel“

- Max Kidd: Der junge Kino-Star aus "Hangtime". (Bild: Susie Knoll)
aha! Wann bist du auf die Idee gekommen, Schauspieler zu werden?
Max Recht spät. Ich habe zwar schon immer einen Hang zum Kreativen gehabt, aber früher hab ich gemalt. Erst meine Gastmutter in den USA hat mich auf die Idee gebracht, es mal mit der Schauspielerei zu versuchen. Ich dachte „Warum nicht?“ und hab mich in Amerika an der Schauspielschule angemeldet.
aha! Und dort hast du dein Talent entdeckt?
Max Nein, da liefen so viele extrovertierte Selbstdarsteller herum, das hat mich eher abgeschreckt. Zurück in Deutschland hab ich mich darum auch lieber an der Gestaltungs-Fachoberschule eingeschrieben und mich mit Kunst beschäftigt. Aber über ein Filmprojekt der Schule bin ich dann doch wieder bei der Schauspielerei gelandet. Dabei hab ich gemerkt: Film interessiert mich brennend, aber gut zu schauspielern ist richtig schwer.
aha! Wolltest du es richtig lernen?
Max Ja, ich hab da einen hohen Qualitätsanspruch an mich selbst. Nach der Schule hab ich bei einem Schauspielkurs mitgemacht. Und ab da wusste ich: Das will ich machen! Und dann bin ich an die Schauspielschule gegangen.
aha! War es bei dir wie im Film: Musstest du deine Familie von deinen Plänen überzeugen?
Max Meine Eltern wussten, dass ich Dinge, dich ich mir in den Kopf setze, auch durchziehe. Sie waren zwar skeptisch, aber sie haben mich trotzdem unterstützt.
aha! Wie kommt man denn nun als unbekannter Schauspielschüler an Rollen?
Max Das Wichtigste ist ein Demo-Band. Und weil ich noch keine Filmrollen vorweisen konnte, hab ich selbst Kurzfilme produziert, organisiert und gedreht – praktisch als Material für mein Demo-Band. Damit hab ich mich bei einer Agentur beworben, und die hat mich auch gleich unter Vertrag genommen.

- Max Kidd mit seiner Film-Partnerin Mirjam Weichselbraun in Hangtime (Bild: 3L Film)
aha! Bist du über diese Agentur an deine Rolle als Phil Krone in der RTL-Soap „Unter uns“ gekommen?
Max Ja, das ging ziemlich schnell. Zum Lernen ist so eine Rolle gut, aber die Kreativität bleibt dabei doch ganz schön auf der Strecke.
aha! Und dann hat Sönke Wortmann angerufen und dir die Hauptrolle für „Hangtime“ angeboten?
Max Nein, das lief ganz normal über ein Casting. Es gibt spezielle Internetportale, in denen Castings für freie Rollen gepostet werden. „Hangtime“ ist ja ein Basketball-Film – und da ich früher ziemlich gut Basketball gespielt habe, hat mich der Film sehr interessiert.
aha! Hast du gleich eine Zusage bekommen?
Max Nein, aber ich bin immer eine Runde weiter gekommen. Allerdings hab ich auch gleich nach dem ersten Castingtermin begonnen, wieder richtig Basketball zu trainieren. Ich wusste zwar nicht, ob ich die Rolle überhaupt bekomme, aber ich ahnte schon: Wenn ich erst mit der Zusage in der Tasche anfange zu trainieren, dann wird die Zeit viel zu knapp.
aha! Hat sich dein Fleiß ausgezahlt?
Max Ja, beim letzten Casting-Termin ging es ums Basketballspielen. Und da hatte ich einen Riesenvorteil – einfach, weil ich vorher soviel gebuckelt hab.
aha! Als junger Schauspieler bekommst du ja sicherlich nicht jede Rolle, die du möchtest. Wie gehst du mit Absagen um?
Max Ehrlich gesagt, ich kann mich nicht beklagen. Die Hälfte der Rollen, die ich haben möchte, habe ich bisher auch bekommen. In der Schauspielschule hieß es, wenn du bei 20 Castings einmal Erfolg hast, dann ist das gut. Aber ich verlasse mich auch nicht nur auf die Schauspielerei. Ich habe noch ein zweites Standbein: Drehbücher schreiben.
aha! Du hast ein Facebook- und ein Twitterprofil – bist du ein „social networker“?
Max Nein, ehrlich gesagt überhaupt nicht. Da ist für mich eher ein Muss, wenn es für einen Schauspieler nicht zur „Selbstvermarktung“ gehören würde, dann hätte ich diese Profile nicht.
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