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Netzwerken
Von Renate Giesler
Jeder kann es, jeder macht es. In der Schule, beim Sport, im Internet. Eigentlich bist du ständig dabei, Kontakte zu halten und neue Leute kennenzulernen – und nichts anderes bedeutet das Wort Netzwerken. Warum ist Netzwerken so wichtig? Und wie machen es andere? Mit ein paar Kniffen kannst du leicht noch besser bei anderen ankommen, und das erhöht klar die Chancen in Schule und Beruf.
Chancen nutzen – aber richtig

- (Bild:Fotolia.com)Chancen nutzen durch Netzwerke
Stell dir vor, deine Klasse besucht ein Unternehmen, und nach der Begrüßung fragt die Ausbildungsleiterin, was euch besonders an dem Betrieb interessiert. Keiner meldet sich. Endlich hebt Dennis den Arm und will wissen, ob man ein Praktikum machen kann. Nun will auch Lisa wissen, wo sie sich melden muss, wenn sie einen Praktikumsplatz will. Dumm gelaufen! Dennis und Lisa haben einen Fehler gemacht, sie kannten die Regeln des Netzwerkens nicht. Dazu gehört, dass ich erst etwas einbringe oder aber deutlich zeige, dass ich mich für den anderen wirklich interessiere. In diesem Fall wären ganz einfach Fragen zum Unternehmen angebracht gewesen. „Sei nicht ignorant, nimm den anderen Menschen ernst und signalisiere, dass du dich gut auf den Termin vorbereitet hast“, meint Andreas Heuberger. Er ist Vorsitzender des RheinMainNetwork e.V. und seit seiner Schulzeit ein begeisterter Netzwerker.
Erfolgreiche Netzwerker
Im Beruf ist die fachliche Leistung allein nicht genug. Eine Studie der Firma IBM in den USA hat ergeben, dass die tatsächliche Kompetenz nur mit zehn Prozent zum beruflichen Erfolg beiträgt. 30 Prozent entfallen auf das Image, 60 Prozent auf Beziehungen. Erfolgreiche Managerinnen und Chefs wissen das und pflegen Kontakte, die sie persönlich und beruflich weiterbringen.
Stark, auch für andere

- Bild: Colourbox.com)Netzwerken im Internet
Marian Brehmer, 16, aus Melle setzt sich seit sieben Jahren aktiv für andere ein. „Ich bin als Kind schon in Indien gewesen. Mich hat das Leid der Kinder dort tief beeindruckt, ich wollte etwas tun.“ Mit Hilfe seines Vaters nahm er Kontakt zu dem Hilfswerk terre des hommes auf, suchte Mitstreiter in seiner Schule und gründete ein terre-des-hommes-Kinderrechtsteam. Etwa vier bis fünf Tage im Monat arbeitet Marian für das Kinderrechtsteam. „Netzwerken lernen wir ganz automatisch. Beispiel: Für unsere Aktionen zum Tag des Straßenkindes sprechen wir regelmäßig Geschäftsleute an und bitten um Unterstützung. Das klappt immer prima. Jedes Jahr treffen sich alle 44 Teams in Köln oder anderswo. Wir tauschen uns aus, arbeiten an einem Comic oder proben für ein Theaterstück. Kontakt haben wir auch zu Profis aus der Entwicklungshilfe. Manchmal treffe ich bei großen Veranstaltungen sogar Promis, die sich wie wir für Kinder stark machen.“
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