Login / Logout

HEALTH NEWS
Hallo Türkiye! Cooles Ferienprogramm mit Familienanschluss
Was „Hallo“ auf Englisch heißt, das weiß ja jeder. Auch „Hola“ oder „Ciao“ verstehen die meisten noch. Aber was heißt „Hallo“ auf Türkisch? Das...

Du willst noch mal einen Blick in die aha!Magazine werfen? Kein Problem, hier geht es zum PDF-Download.weiter
Welche Träume sind typisch in der Pubertät?

aha!live: Gibt es typische Träume, die in der Pubertät immer wiederkehren?
Waltraud Kirschke: Ja, die gibt es. Jugendliche wollen beweisen, dass sie erwachsen werden und dass sie selbstständig sind. In diesem ganz normalen Ablösungsprozess träumen Teenager häufig, dass ihre Eltern sterben. Tod hat im Traum aber nie etwas mit sterben zu tun. Er symbolisiert nur das Ende einer Lebensphase, etwas stirbt ab, es geht auf etwas Neues zu.
Dieser Traum macht vielen Jugendlichen Angst und Gewissensbisse. Denn oft geht es drastisch zu, und der Jugendliche bringt im Traum seine Eltern vielleicht sogar um. Hier muss man klar sehen, dass es um ein symbolisches Bild geht, nicht um die Realität. Der Tod der Eltern hat hier nur mit der Ablösung vom Elternhaus zu tun.

- Freunde und Clique: Ein Thema, das Jugendliche auch im Traum beschäftigt.
aha!live: Was gibt es noch für typische Traumbilder für Jugendliche?
Waltraud Kirschke: Das Ansehen in der Clique ist ebenfalls ein zentrales Thema für Jugendliche. Im Traum reden dann die anderen vielleicht schlecht über einen. Es ist jedoch falsch anzunehmen, dass die anderen wirklich lästern - es geht nur um die eigene Angst, schlecht dazustehen. Träume sagen nie etwas über andere aus, sondern nur über den Träumer selbst.
Eine Jugendliche hat mir mal von einem wiederkehrenden Traum erzählt, in dem ihre Freunde auf der Bettkante sitzen und auf sie einreden. Sie möchte sie gern loswerden, aber die Freunde reden weiter und lassen sie nicht schlafen. Das ist ein Bild, das klarzumachen versucht, dass es bei allem Spaß und Miteinander auch nötig ist, Grenzen zu setzen. Zu lernen, nicht alles mitzumachen, wenn man keine Lust dazu hat ist ein wichtiger Schritt in diesem Alter. Darum können solche und ähnliche Motive auch mal im Traum auftauchen.
Wie deute ich meine Träume?

- Wer sich mit seinen Träumen beschäftigen will, sollte sie gleich nach dem Aufwachen notieren. (Bilder: istockphoto).
aha!live: Kann man Träume anhand von Symbolen deuten? Im Internet findet man ja viele Infos dazu, was einzelne Elemente bedeuten. Ist das seriös?
Waltraud Kirschke: Da ist Vorsicht geboten. Das Wichtigste ist, beim Aufwachen auf sein Gefühl zu achten: Ist man verwirrt, glücklich, ängstlich? Was fällt mir zu diesem Gefühl als erstes ein? Kenne ich es von irgendwoher? Dann kann man weiterschauen, was für Personen im Traum vorkamen und was für eine Beziehung man zu ihnen hat. Ist meine Beziehung zu diesen Leuten ganz anders als in Wirklichkeit? Und wenn ja: Was wäre, wenn sie in der Wirklichkeit auch so wäre? Kann ich daraus etwas lernen? Das sind Dinge, die wirklich etwas aussagen, und darüber sollte man nachdenken.
aha!live: Was kann ich tun, wenn ich mich intensiv mit meinen Träumen beschäftigen möchte?
Waltraud Kirschke: Ein kleiner Trick, um sich auch besser erinnern zu können, ist ein Traumtagebuch zu führen. Ein kleines Büchlein, in das man jeden Morgen seine Träume notiert. Wichtig ist, das gleich nach dem Aufstehen, am besten noch im Bett, zu tun, denn oft ist die Erinnerung schon kurz nach dem Aufstehen verflogen. Mit der Zeit funktioniert das Erinnern immer besser.
aha!live: Was ist besonders wichtig bei der Traumdeutung?
Waltraud Kirschke: Wichtig ist, nicht zu vergessen, dass die Bedeutung des Traums nicht außerhalb von einem selbst zu suchen ist. Da geht es nicht darum, was andere im Traum tun oder sagen. Die Bedeutung und der Grund, warum man das geträumt hat, ist bei sich selbst zu suchen. In jedem Traum geht es nur um den Träumer.
In diesem Artikel
Du möchtest einen Kommentar schreiben? Hier kannst du dich
einloggen oder
registrieren.








