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Welchen Einfluss hat der Schönheitswahn auf Jugendliche?

Eine repräsentative EMNID-Studie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die meisten Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren ein relativ entspanntes Verhältnis zu ihrem eigenen Körper haben. Immerhin fühlen sich zwei von drei Jungen (62 Prozent) wohl im eigenen Körper, bei den Mädchen ist es fast jedes Zweite (46 Prozent). Allerdings finden sich Mädchen im Vergleich zu Jungen häufiger zu dick. Das heißt, das extrem schlanke und teilweise sehr unrealistische, weil bildbearbeitete Schönheitsideal beeinflusst sie stärker als männliche Jugendliche.

Surf-Tipp: Auf loveline.de, der Internetseite der BZgA für Jugendliche, kannst du dich ausführlich rund um das „Aussehen – was heißt hier schön?“ informieren: www.loveline.de/themen/?t=6 . Angesprochen werden u.a. Themen wie Schönheitsideale, - pflege oder -operationen oder auch Haarentfernung, Piercings und Tatoos.

Fünf Mädchen und Jungen sagen Ihre Meinung!

Nika, 16 Jahre

Nika, 16 Jahre

„Ich finde diese ganze Sache mit der Bildbearbeitung von Stars und Prominenten eigentlich unnötig. Natürlich ist es für mich und bestimmt auch für andere wichtig, gut auszusehen. Doch man sollte mit sich selbst zufrieden sein. Die meisten in unserem Alter, vor allem wir Mädchen, sind das aber nicht. Man macht sich viele Gedanken um sein Aussehen und seine Figur und ist unzufrieden, da man sich an unrealistischen Schönheitsidealen misst. Letztendlich gibt es aber viel wichtigere Dinge als das Aussehen: zum Beispiel Freunde, die einen mögen, wie man ist.“

Jorim, 17 Jahre

Jorim, 17 Jahre

„Ich bin Leistungssportler und rudere sechs Mal die Woche, mir sind Schönheitsideale oder so total egal und ich hätte auch gar nicht die Zeit, mich damit zu beschäftigen. Ich finde, dass sowieso jeder Mensch ein ganz unterschiedliches Aussehen hat und das ist auch gut so. Trotzdem finde ich aber, man muss auf sein Aussehen beziehungsweise seinen Körper achten. Zum Beispiel sollte man Sport treiben und ich finde es auch nicht falsch, wenn Mädchen sich hübsch machen.“ 

Paolina, 16 Jahre
Paolina, 16 Jahre

„Ich finde Bildbearbeitung ist eine gute Erfindung, wenn man sie für Kunst und Design verwendet. Allerdings finde ich es als 16 jähriges Mädchen schwer, sich nicht unter Druck setzten zu lassen, wenn einen an jeder Bahnstation ein Model mit perfekter, geradezu unnatürlicher, allen Idealen entsprechender Figur angrinst. Ich persönlich bin relativ zufrieden mit mir und meinem Körper. Doch ich denke, dass es viele andere Teenager gibt – Mächden und Jungen – die sich als Konkurrenten dieser Ideale sehen und meist nicht wissen, dass sie durch Bildbearbeitung genau so aussehen könnten. Fragt man sich als Mädchen nicht, ob ein Junge sich wundert, wenn man nicht wie das Zara Model aussieht?! Und fragen wir Mädchen uns nicht, warum nicht alle Jungs so aussehen wie aus der Calvin Klein Underwear Werbung? Man muss ein gutes Selbstbewusstsein haben, um zu wissen, dass ein Körper auch nur ein Körper ist – und kein Mensch makellos.“

Fynn, 16 Jahre

Fynn, 17 Jahre

„Mich interessieren Schönheitsideale und all so etwas eher weniger. Doch die meisten meiner Freundinnen und wahrscheinlich auch viele andere Mädchen vergleichen sich mit den Models und Stars auf den Fotos und im Fernseher und werden deshalb unzufrieden, was meiner Meinung nach unnötig ist. Ich persönlich finde zwar gut, wenn Mädchen sich aufstylen und gut aussehen, doch sie sollten nicht nach dem momentanen Schönheitsideal abgemagert sein, sondern ein paar Rundungen haben.“

Jennifer, 16 Jahre

Jennifer, 16 Jahre

„Ich finde Bildbearbeitung nicht schlimm, da jeder weiß, dass die Bilder unbearbeitet natürlich anders aussehen. Trotzdem finde ich, dass das heutige Schönheitsideal zu dünn und abgemagert ist und vor allem Mädchen falsche Ideale vorgibt. Ich finde eine weibliche Figur viel schöner, auch wenn man auf seinen Körper achten sollte. Auf mein Aussehen und mein Styling achte ich zwar schon, aber ich finde dieses ganze oberflächliche Gehabe überflüssig, da mir der Charakter zum Beispiel viel wichtiger ist.“

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