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Wie lang ist denn nun lang genug? Ein paar Zahlen…

Auch wenn alle immer sagen, dass Vergleiche nichts bringen, wollen die meisten Jungs trotzdem gern wissen, wie groß ein durchschnittlicher Penis ist. Hier also ein paar Zahlen schwarz auf weiß. Doch um richtig vergleichen zu können, solltest du zuerst einmal wissen, wie man richtig Maß nimmt. Im schlaffen Zustand bringt das nämlich gar nichts, weil sich die Länge im unerigierten Zustand von der Länge im steifen Zustand enorm unterscheiden kann. Man spricht hier von einem sogenannten Blut- oder Fleischpenis. Ein im schlaffen Zustand großer Penis wächst in der Regel bei einer Erektion nur noch wenig (= Fleischpenis), während ein eher kleiner Penis bei einer Erektion im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinauswachsen kann (= Blutpenis).

Du misst die Länge des erigierten Penis, wenn du in einem maximalen Erregungszustand bist. Lege das Maßband am Schambein, auch Peniswurzel genannt, an und miss die Entfernung zur Penisspitze. Erigierte Penisse von Erwachsenen sind zwischen 12 und 18 Zentimetern lang, die Durchschnittslänge beträgt 15 Zentimeter. Du darfst beim Zahlenvergleich nicht vergessen, dass du noch nicht ausgewachsen bist und dein Penis, genau wie dein restlicher Körper, noch wächst – und zwar bis zu deinem 21. Lebensjahr.  

Verunsichert wegen der Größe? Leg das Maßband an. (Bild istockphoto)


Neben der Durchschnittsgröße gibt es auch besonders kleine Penisse, sogenannte Mikropenisse, die nur ungefähr zehn Zentimeter lang sind. Auch Penisse über 20 Zentimeter kommen vor, aber beide Extreme sind sehr selten. Nur einer von 10.000 Männern hat einen Penis von mehr als 25 Zentimeter Länge. Viele Jungs halten  ihren „besten Freund“ für zu klein, auch wenn er durchschnittlich lang oder länger ist. Umfragen haben gezeigt, dass viele Jungs gerne einen um siebeneinhalb Zentimeter längeren Penis haben möchten. Das wäre jedoch katastrophal für die Mädchen, denn dann würden Penis und Vagina nicht mehr zusammenpassen.

Auch bei der Penisdicke gibt es eine Durchschnittsgröße. Bei Jungs zwischen 13 und 20 Jahren beträgt der Umfang rund zwölf Zentimeter, aber auch ein Penisumfang von acht Zentimetern bis 14 Zentimetern ist normal.

So funktioniert das mit der Erektion

Männer haben mehrmals täglich eine Errektion. Auch im Schlaf. (Bild: istockphoto)

Unter der sehr elastischen Penishaut besitzt dein Penis drei sogenannte Schwellkörper. Einer befindet sich an der Unterseite, die beiden anderen liegen oben. Große Arterien versorgen die Schwellkörper mit Blut. Wenn du sexuell erregt bist, steigt dein Blutdruck, dein Penis wird stark durchblutet, die Schwellkörper werden schnell mit Blut gefüllt und lassen deinen Penis größer und steif werden. Während dieses Vorgangs wird deine Harn- und Samenröhre zusammengedrückt, so dass du während einer Erektion und auch kurz danach nur mit Schwierigkeiten oder gar nicht pinkeln kannst.

Die meisten Jungs bekommen mehrmals am Tag eine Erektion, was aber nicht immer etwas mit sexueller Erregung zu tun hat. Schon in der Nacht, während des Schlafens, haben Jungs und Männer bis zu fünf Erektionen, von denen sie selten etwas mitbekommen. Ab und zu kommt es auch zu einer Ejakulation im Schlaf. Das muss keinem peinlich sein, denn dein Körper sorgt auf diese Weise immer für frisches Sperma. So etwas erlebt jeder Mann mehrmals im Laufe seines Lebens – nicht nur als Teenager.

Auch mit der berühmten „Morgenlatte“, also der Erektion, mit der man(n) morgens hin und wieder aufwacht, wirst du häufig in den Tag starten. Dabei handelt es sich um die letzte nächtliche Erektion, die noch über deine Schlafphase hinaus ausklingt. Sie ist ein Zeichen für eine gesunde Sexualität und kein Grund, sich zu schämen.

Sogar starker Druck auf der Blase kann zu einer Erektion führen. Mit dem Gang zur Toilette löst sich diese Erektion dann schnell wieder auf.

Ansonsten sorgen meist optische Reize, Phantasien und Tagträume für sexuelle Erregung. Auch mechanische Reize, wie das Reiben der Boxershorts am Penis, können zu Erektionen führen. 

Das Finale der Erektion: die Ejakulation

Beim Sex oder bei der Masturbation endet die Erektion meistens mit dem Samenerguss, auch Ejakulation genannt. Dabei spritzt aus der Penisspitze stoßweise Sperma hervor und der Mann erlebt einen Orgasmus. Das Sperma kann dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 18km/h erreichen – ganz schön schnell, oder?! In der Regel tritt dabei zwei bis sechs Milliliter Samenflüssigkeit aus, was ungefähr einem Schnapsglas entspricht – die 200 bis 500 Millionen Spermien enthält. 

Wenn ER mal nicht will

Auch in jungen Jahren kann es passieren, dass dein Penis einmal nicht so will wie du. Das liegt dann meistens daran, dass deine Nerven verrückt spielen. Eine Erektion ist zwar ein körperlicher Vorgang, aber wenn du nervös und ängstlich oder gestresst und müde bist, kann der Mechanismus versagen. Dein Penis wird dann einfach wieder schlapp oder die Erektion bleibt von Beginn an aus. Versuche in einer solchen Situation ganz ruhig zu bleiben – denn Stress und Panik helfen dir jetzt garantiert nicht weiter. So eine kleine Flaute passiert jedem einmal und verschwindet am schnellsten wieder, wenn man sie gar nicht ernst nimmt. Wenn du mehr sexuelle Erfahrung und damit Sicherheit gesammelt hast, wird so etwas seltener passieren. Unser Tipp: Locker bleiben und gemeinsam lachen. Das relaxt und löst die innere Anspannung. 

 

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