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No risk, no sun?

alle Bilder: istockphoto


„Je brauner die Haut, umso besser der Urlaub“ – nach diesem Motto brutzelte man früher den ganzen Tag in der Sonne. Aber da war Hautkrebs auch noch kein Thema. Wer heute mit knallrotem Sonnenbrand und Blasen auf der Haut am Strand liegt, erntet eher abfällige Blicke: Das geht ja gar nicht. Andererseits sehen die kurzen Sommerklamotten einfach besser aus, wenn man nicht mehr ganz so käsig ist. Wie du die perfekte leichte Bräune erreichst, ohne einen fiesen Sonnenbrand zu riskieren, verrät dir aha!live. 

Hautkrebs trifft immer Jüngere

In Deutschland ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung, und sie trifft immer jüngere Menschen. Schuld ist kurz gesagt zuviel Sonne, vor allem Sonnenbrände in der Kindheit. Darum ist Sonnenschutz ein echt wichtiges Thema für alle, die gesund bleiben wollen.

Dass wir überhaupt braun werden, mögen wir schön finden. Eigentlich ist dieser Vorgang aber schon eine Schutzmaßnahme der Haut gegen die gefährlichen UV-Strahlen der Sonne. Treffen diese Strahlen auf die Haut, dann wird in speziellen Hautzellen das Pigment Melanin gebildet. Wie braun die Haut wird, hängt vor allem von der Menge der Pigmente ab, die sie besitzt. Deshalb werden einige schneller braun, andere langsamer. 

Was bist du denn für ein Typ?

Welcher Hauttyp bist du? Eher nordisch-blass oder südländisch-dunkel? Das ist beim Sonnenbaden eine wichtige Frage – denn je heller deine Haut ist, umso mehr neigt sie zu Sonnenbrand. Es gibt sechs verschiedene Typen:  

Typ 1: Keltisch

Haare: blond oder rot
Haut: sehr hell mit Sommersprossen, die praktisch nicht braun wird
Sonnenbrand: nach 5-10 Minuten    

Typ 2: Nordisch  

Haare: blond oder hellbraun
Haut: hell, manchmal mit Sommersprossen
Sonnenbrand: nach 10-20 Minuten       

Typ 3: europäisch dunkel  

Haare: dunkelblond bis braun
Haut: hell bis hellbraun
Sonnenbrand: nach 30 Minuten     

Typ 4: mediterran hell

Haare: braun bis schwarz 
Haut: hellbraun bis olivbraun Sonnenbrand: nach 30 bis 40 Minuten   

Typ 5: mediterran dunkel/asiatisch

Haare: braun bis schwarz 
Haut: dunkel (unabhängig von der Sonneneinwirkung)
Sonnenbrand: nach 45 Minuten intensiver Sonne

Haare: braun bis schwarz 
Haut: hellbraun bis olivbraun Sonnenbrand: nach 30 bis 40 Minuten   

Typ 6: negroid

Haare: dunkelbraun bis schwarz 
Haut: fast unempfindlich gegenüber UV-Strahlung außer an weniger pigmentierten Stellen wie z.B. Handinnenflächen 

Creme de la Creme

Auch wenn sie teuer ist und die Sandkörner dran kleben: Sonnencreme gehört unbedingt in deine Badetasche. Und je heller dein Hauttyp ist, umso höher sollte der Lichtschutzfaktor deiner Sonnencreme ausfallen.

Spar nicht am falschen Ende und trag die Sonnencreme richtig dick auf – am besten schon eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad.

Kühlst du dich ab und zu im Wasser ab? Dann greif zu wasserfester Sonnencreme – und creme trotzdem häufiger nach.

…und was sonst noch schützt:

Such dir am Strand oder im Schwimmbad möglichst keinen Platz an der Sonne, sondern im Schatten.

Mittags zwischen 11 und 15 Uhr steht die Sonne am höchsten und brennt am stärksten. In dieser Zeit solltest du nicht darin braten

Gönn deiner Haut zwischendurch ein paar Pausen und zieh dir was Langes, Luftiges an.  

Auch wenn es anstrengend ist: Schlepp lieber den Sonnenschirm mit zum Strand als pausenlos der prallen Sonne ausgesetzt zu sein.  

Nie wieder Sonne?

Doch, klar! Wenn draußen die Sonne strahlt, dann strahlen die meisten Menschen mit ihr. Kein Wunder, denn das Sonnenlicht sorgt für die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin unddamit für gute Stimmung. Außerdem gibt es ein Vitamin, dass unser Körper nur mit Hilfe von Sonnenlicht herstellen kann: Vitamin D. Das ist zum Beispiel wichtig für Knochen und Zähne. Täglich zehn Minuten Sonnenbestrahlung an Armen und Gesicht reichen dafür allerdings schon aus. 

Braun aus der Tube

Ob Party oder Date: Es gibt ja Gelegenheiten, da will man einfach perfekt aussehen. Für solche Zwecke tut es dann auch mal die Bräune aus der Tube – zumal Selbstbräuner die Haut nicht schädigt. Aber Vorsicht beim Auftragen. Wer dabei nicht ordentlich vorgeht, riskiert fleckige Haut.

Stellen mit dicker Haut (Fersen, Ellenbogen, Knie) und die Handinnenflächen immer erst mit normaler Creme einreiben und dann einen Selbstbräuner auf dem ganzen Körper verteilen. Achte darauf, dass du keine Stelle vergisst. Die Schultermitte erreicht man mit dem Handrücken oder noch besser: mit Hilfe einer Freundin oder eines Freundes. Anschließend gut die Hände waschen und erst anziehen, wenn die Creme eingezogen ist. Selbstbräuner „färbt“ jedoch nur die oberste Hautschicht und schützt daher NICHT vor Sonnenbrand. Wer also mit gebräunter Haut aus der Tube in die Sonne geht, muss sich wie alle anderen mit Sonnenmilch eincremen.  Allerdings reibt sich Selbstbräuner durch starkes Schwitzen und das Scheuern von Kleidung auf der Haut schneller ab, wodurch Flecken entstehen können. Wer also stark schwitzt oder viel Sport treibt, sollte lieber auf die künstliche Bräune verzichten.

 

In diesem Artikel
  1. No risk, no sun?
  2. Linkliste

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