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So läuft die Impfung ab:
Dein Arzt kann dich zur HPV-Impfung beraten. (Bild: colourbox.com)

Entscheidest du dich für die Impfung, spritzt dein Arzt dir den Impfstoff dreimal innerhalb von sechs Monaten in den Oberarmmuskel. In Deutschland gibt es momentan zwei Impfstoffe: Cervarix und Gardasil. Beide werden gegen HPV 16 und 18 eingesetzt. Gardasil wirkt zusätzlich gegen HPV 6 und 11, die für Genitalwarzen verantwortlich sind.  

Schlimme Nebenwirkungen brauchst du keine zu fürchten. Bei vielen Mädchen ist die Haut rund um die Einstichstelle aber direkt nach der Impfung gerötet und schmerzt. Manchmal kommt es zu Fieber, seltener zu Verdauungs-, Kopf- oder Muskelschmerzen oder Müdigkeit. Achtung: Da die Impfung das Risiko erhöht, ohnmächtig zu werden, solltest du direkt nach der Spritze noch etwa eine Viertelstunde beim Arzt liegenbleiben.

Viele Fragen, wenige Antworten

Jetzt ist dein Kopf voller Infos über HPV – und wahrscheinlich weißt du trotzdem noch nicht, ob du dich impfen lassen sollst, oder? Kein Wunder. Selbst unter Experten sind noch viele Fragen offen. So legen wissenschaftliche Studien zwar nahe, dass die Impfung das Risiko für Krebsvorstufen ab 15 Jahre um die Hälfte senken kann. Da Krebs und seine Vorstufen bei Frauen bis 30 Jahre aber ohnehin selten sind, ist der Nutzen fraglich. Außerdem weiß noch niemand

  • wie lange der Impfschutz genau anhält,
  • ob lange nach der Impfung Nebenwirkungen oder Schäden auftreten
  • ob die Impfung tatsächlich dazu führt, dass Gebärmutterhalskrebs zukünftig seltener auftritt.

Um Antworten zu finden, brauchen Fachleute Langzeitergebnisse und mehr Forschung. Bis dahin musst du selbst entscheiden, am besten mit deinen Eltern und deiner Frauenärztin. Doch Achtung vor falscher Sicherheit: Die Impfung ist keine Krebsimpfung, sondern schützt dich zunächst nur vor einer Infektion mit den krebserregenden Viren! 

Krebsfrüherkennung: auch nach der Impfung wichtig

Da es noch viele andere Ursachen für Gebärmutterhalskrebs gibt, solltest du auch nach der Impfung nicht auf den jährlichen Abstrich der Gebärmutterschleimhaut beim Frauenarzt verzichten. Ab 20 Jahre bezahlt die Krankenkasse diesen sogenannten Pap-Test einmal jährlich.

Was du außerdem tun kannst, um dich zu schützen? Bestehe immer auf ein Kondom, wenn du mit einem Jungen schläfst. Und verzichte auf Zigaretten – Rauchen erhöht das Risiko für Gebärmutterhalskrebs.

 

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