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HPV-Impfung: Was Mädchen darüber wissen müssen

Das Leben kann ganz schön kompliziert sein: Du bist zum ersten Mal beim Frauenarzt und schon sollst du entscheiden, ob du irgend so eine Krebsvirenimpfung haben willst. HPV heißt die. Aber mehr weißt du nicht. Woher auch – selbst Fachleute sind sich noch nicht sicher, ob die Impfung sinnvoll ist. Aber wichtig ist das Thema auf jeden Fall. aha!live hat dir die wichtigsten Facts zusammengestellt – ganz ausführlich, damit du beim nächsten Gespräch mit deinem Frauenarzt auch weißt, wovon die Rede ist. 

HPV – was ist das eigentlich?

Impfen gegen HPV? Warum eigentlich? (Bild: istockphoto)

Hinter HPV verbirgt sich der komplizierte Name „Humane Papillom-Viren“. Insgesamt gibt es mehr als 100 verschiedene HP-Viren. Die meisten sind harmlos, einige führen zu lästigen Warzen auf der Haut oder im Genitalbereich. Darüber hinaus gibt es einige fiese Vertreter wie zum Beispiel HPV 16 und 18. Diese Vitustypen können – wenn auch selten – Gebärmutterhalskrebs verursachen. Der Gebärmutterhals ist übrigens der untere Teil der Gebärmutter, also die Verbindung zur Scheide. Seit etwa drei Jahren soll eine Impfung junge Mädchen vor einer Ansteckung mit diesen krebsauslösenden Viren schützen.

HPV ist weit verbreitet

Die HP-Viren, die bei der Krebsentstehung eine entscheidende Rolle spielen können, gelangen beim Sex in deinen Körper. Doch nicht nur bei dir: Zwischen 80 und 90 Prozent aller sexuell aktiven Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens mit den HPV an. Die winzigen Fremdlinge sind also weit verbreitet. Wahrscheinlich wirst daher auch du demnächst damit in Kontakt kommen. Aber keine Panik! Die wenigsten Infizierten bemerken überhaupt etwas von den stillen Zwischenmietern. Unser Immunsystem ist so fit, dass es die Eindringlinge ohne viel Aufsehen bekämpft und beseitigt. Nach spätestens acht Monaten sind die Viren meist aus dem Körper verschwunden. 

Die HPV-Infektion kann zu Krebs führen, muss aber nicht

Warum dann die ganze Aufregung, fragst du dich? Weil das menschliche Abwehrsystem den Kampf leider nicht immer gewinnt. Bei einigen Frauen verbleiben die fiesen Burschen nach der Ansteckung im Körper und befallen die Schleimhautzellen im Gebärmutterhals langfristig – aus einer chronischen HP-Infektion entwickelt sich über Jahre eine Vorstufe von Krebs. Selten kommt es noch schlimmer: Dann entsteht ein Tumor.

Gebärmutterhalskrebs ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, hierzulande trifft das Schicksal jährlich etwa 5400 Frauen. Doch es gibt auch positive Nachrichten: Nicht jede Infektion wird zum Krebs. Bei mindestens jeder dritten Frau mit einer auffälligen Gebärmutterschleimhaut verschwindet das Problem von allein wieder. Nur bei höchstens zwölf bis 15 Prozent entwickelt sich aus einer Krebsvorstufe ein Gebärmutterhalskrebs. 

Impfung soll junge Mädchen schützen

Damit der Krebs zukünftig noch seltener auftritt, raten Impf-Experten seit 2007 zur Vorbeugung von HPV-Infektionen. Vor allem Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren sollen sich gegen HPV impfen lassen. Die Kosten übernimmt die DAK für dich. Wenn du älter bist, kannst du dich auch impfen lassen – allerdings musst du dann selbst bezahlen. Der Grund dahinter: Die Mediziner vermuten, dass die Impfung am besten wirkt, wenn der Körper noch nie mit HPV im Kontakt war. Da die Viren sexuell übertragen werden, sollten Mädchen sich daher am besten vor dem ersten Geschlechtsverkehr impfen lassen. 

 

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1 Kommentar

Helena Häußler schrieb am 19.12.2010 12:55

Das ist ja typisch, dass die Krankenkasse diese Impfung propagiert. Ich werde mich nicht impfen lassen, denn die Maßnahme ist noch viel zu wenig erforscht und so schnell durch die Gesundheitsprüfung gelassen, wegen unverantwortlichen Lobbyisten. Wenn man schon darauf hinweist, dass das Risiko an sich schon klein ist, sollte man auch auf die Gefahren der Impfung hinweisen.

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