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Schlaf weiter!

Giraffen kommen mit einem zweistündigen Nickerchen aus, kleine Taschenmäuse schlummern mehr als 20 Stunden täglich. Der Schlafbedarf von Teenagern bleibt - jedenfalls den Eltern – ein Rätsel: Abends werden sie nicht müde und morgens werden sie nicht wach. Aber deshalb früher zu Bett gehen? Niemals! Was es mit dem Schlafen so auf sich hat, liest du hier auf aha!live…

Schlafmütze, oder was?

So müde: Während sich Katzen auch mal tagsüber schlummern, ist für Menschen der Schlaf in der Nacht am Wichtigsten. (Bild: Fotolia.com)

Dein Wecker klingelt - das kann doch nicht wahr sein! Deine Augenlider fühlen sich bleischwer an und du hast das Gefühl, gerade erst ins Bett gekrochen zu sein. Klar, manchmal sind die Umstände schuld – wer abends von der Mattscheibe nicht loskommt oder ewig mit der Playstation daddelt, dem fehlen am nächsten Tag wichtige Stunden Schlaf. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass Jugendliche in der Pubertät besonders viel Schlaf brauchen, um sich am nächsten Morgen fit zu fühlen. Das liegt daran, dass sich während der Pubertät dein Körper enorm verändert und du noch wächst. Erwachsenwerden macht also müde und daher ist es ganz normal, wenn du dich manchmal wie eine echte „Schlafmütze“ fühlst. Allerdings braucht nicht jeder Junge und jedes Mädchen gleich viel Schlaf, das perfekte Maß ist von Mensch zu Mensch verschieden. Experten gehen davon aus, dass 8,5 Stunden Schlaf angemessen sind, perfekt wären sogar 9 Stunden. Wenn du älter wirst, wird weniger Schlaf ausreichen. Bei Erwachsenen liegt die durchschnittliche Schlafdauer bei acht Stunden, manche sind aber auch nach 6 oder 7 Stunden fit. 

Was passiert, wenn wir schlafen?

Warum ist ein erholsamer Schlaf so wichtig? Während wir schlafen, passiert vieles in unserem Körper, das wir nicht bewusst wahrnehmen. Während wir schlummern, arbeitet zum Beispiel unser Magen-Darm-Trakt weiter und ist mit der Verdauung beschäftigt. Auch für unser Immunsystem ist die nächtliche Ruhephase wichtig, denn nur so kann es sich regenerieren und uns vor fiesen Bakterien und Viren schützen. Schöne Haare und Fingernägel sind ebenfalls ein Resultat des Schlafens. Denn nur während wir schlafen wird in unserem Körper das Wachstumshormon gebildet, das abgestorbene Hautzellen ersetzt und so für das Wachsen der Haare und Nägel verantwortlich ist.

Das Oberstübchen schläft nie!
Während wir schlafen, läuft das Gehirn auf Hochtouren. (Bild: istockphoto)

Doch nicht nur unser Körper ist nachts ziemlich beschäftigt. Auch das Gehirn schläft nicht. Wenn du dich ausruhst, arbeitet es trotzdem weiter. Die Vokabeln, die du tagsüber gepaukt hast, verfestigen sich zum Beispiel nachts in deinem Gedächtnis. Ohne regelmäßigen und gesunden Schlaf ist Lernen also weitaus schwieriger. Außerdem befreit sich unser Oberstübchen in der Nacht von unnötigem Ballast, zum Beispiel von Eindrücken des Tages, die wir getrost vergessen können, weil sie für uns nicht wichtig sind.

Vielleicht hast du auch schon mal davon gehört, dass Wissenschaftlern, Musikern oder Schriftstellern eine große Idee im Schlaf kam. Das ist durchaus möglich. Unser Denkorgan kann in der körperlichen Ruhephase sehr kreativ sein. Zusammengefasst: Der Schlaf dient dazu, überflüssige Nervenverknüpfungen im Gehirn abzubauen und die wichtigen zu festigen.

Tiefschlaf und Träumen: Die Schlafphasen

Auch wenn es auf den ersten Blick den Anschein hat. Du schläfst nachts nicht völlig ruhig in einem durch, sondern durchlebst unterschiedliche Schlafphasen. Nach dem Einschlafen wechseln sich beim Menschen Tiefschlaf- und Traumphasen etwa alle neunzig Minuten ab. Zunächst fällst du in einen Tiefschlaf. Diese Phase dient hauptsächlich dazu, dass sich der Körper erholt und regenerieren kann. Nach etwa einer Stunde steht dann der Wechsel in eine REM-Phase (Rapid Eye Movement) an. Diese Zeitspanne wird so genannt, weil sich in diesem Zeitraum deine Augen unter den Lidern schnell hin und her bewegen. Jetzt ist Träumen angesagt. Diese Phase brauchst du nicht nur, um Erlebtes zu verarbeiten, sondern auch, um das Gelernte des Tages auf der Festplatte abzuspeichern. Nacht für Nacht erlebst du so unbewusst vier bis fünf Traumphasen zwischen 10 und 60 Minuten. Die längste ist immer die kurz vor dem Aufwachen. Deshalb kannst du dich an die Traumbilder der letzen Phase auch am besten erinnern.

 

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