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Der Weg zum Traumberuf

Erneuerbare Energien schützen die Umwelt
(Bild: Fotolia.com)

Zurzeit gibt es noch relativ wenige Ausbildungsberufe, die speziell auf die Boombranche ausgerichtet sind. Die Unternehmen legen daher Wert auf eine solide handwerklich-technische oder ingenieur-naturwissenschaftliche Grundausbildung und arbeiten Mitarbeiter oft gezielt in das neue Fachgebiet ein. Als Fachkraft im Tätigkeitsfeld erneuerbare Energien qualifiziert man sich also am besten zunächst über eine klassische Ausbildung, zum Beispiel als Mechatroniker, Dachdecker, Anlagenmechaniker oder Gas- und Wasserinstallateur. Danach kommt dann die branchenspezifische Weiterbildung, zum Beispiel zum Solarteur oder zum Servicetechniker für Windkraftanlagen. Eine gute Basis bilden auch diese Berufe: Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Brunnenbauer, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Fertigungsmechaniker, Industriemechaniker und Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik. 

Spezielle Einstiegsmöglichkeiten
Relativ neu sind die Ausbildungen Assistent/-in für Energiesystemtechnik und Marketing mit dem Schwerpunkt Solartechnik (berufsbildende Schule Lahnstein), technische/r Assistent/-in für regenerative Energietechnik und Energiemanagement (Berufsfachschule Aucoteam Berlin) und Elektroniker für Betriebstechnik mit Spezifikation für den Bereich Windenergie (BB Bremerhaven).

Studium
Für Abiturienten gibt es rund 250 Studienangebote, die einen Schwerpunkt auf erneuerbare Energien setzen. Einige Universitäten und Fachhochschulen haben auch eigenständige Bachelor- und Masterstudiengänge im Programm, die sich ausschließlich auf diese Branche konzentrieren. Wer studieren möchte, kann zum Beispiel Umwelttechnik/regenerative Energien (FHTW Berlin), regenerative Energietechnik (Fachhochschule Nordhausen) oder rationelle Energienutzung (Uni Kassel) wählen. Eine gute Basisqualifikation bilden aber nach wie vor die Fachrichtungen Maschinenbau, Ingenieurwesen, Elektrotechnik, Energiewirtschaft und Umwelttechnik. Auch Geologie, Physik und Chemie kommen in Frage. Eine praxisnahe Ausbildung dagegen bieten insbesondere duale Studiengänge, die Studium und Ausbildung verbinden. 

Internationale Karrierechancen

Energiegewinnung aus Windkraft

Wer gute Grundlagenkenntnisse aufweisen und sich problemlos in neue Technologien einarbeiten kann, hat beste Voraussetzungen. In der Branche gehören permanente Fortbildungen zum Berufsalltag. Auch die Fähigkeit, unternehmerisch zu denken und zu handeln sowie eine ausgeprägte Kundenorientierung sind sehr gefragt. Da die Branche sehr stark international ausgerichtet ist, ist Englisch immer häufiger auch für handwerkliche Fachkräfte ein Muss, ebenso wie Mobilität.

Im Gegenzug können Bewerber jedoch gute Verdienstmöglichkeiten und ausgezeichnete Karrierechancen – auch im Ausland – erwarten. Denn viele der größeren Unternehmen der Zukunftsbranche haben bereits Niederlassungen in der ganzen Welt.

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