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Freiwilliges Soziales Jahr: Entdecke deine soziale Ader

- Bilder: istockphoto
Gehörst du auch zu den Schülern, deren letztes Schuljahr gerade angebrochen ist? Und die noch nicht wissen, wie es danach weitergehen soll? Dann hat aha!live eine gute Idee: Wie wär’s mit einem „Freiwilligen Sozialen Jahr“? So kannst du ein Jahr sinnvoll überbrücken – bis du deinen Studienplatz bekommst, bis du dich für eine Ausbildung entschieden hast oder bis du alt genug bist, deinen Traumjob anzugehen. Was das „Freiwillige Soziale Jahr“ alles zu bieten hat, verrät dir aha!live.
Freiwilliges Soziales Jahr – was ist das eigentlich genau?
Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet dir die Chance, etwas für andere Menschen zu tun – und dabei selbst viel zu lernen. Ob wohl es „Freiwilliges Soziales JAHR“ heißt, kann ein FSJ auch kürzer oder länger als zwölf Monate sein – mindestens aber sechs, höchstens 18 Monate. Start ist immer entweder der 1. August oder der 1. September des Jahres.
Wer kann alles ein FSJ machen?
Jeder zwischen 16 und 27 Jahren kann ein FSJ machen. Wie bekomme ich eine Stelle für ein FSJ? Für ein FSJ muss man sich bewerben. Am besten bewirbst du dich schon ein Jahr bevor du dein FSJ beginnen möchtest, denn die Bearbeitung der Bewerbungen und die Stellenvergabe können dauern.

- Bild: istockphoto
In welchen Bereichen und Einrichtungen bietet das FSJ Stellen an?
Deine möglichen Einsatzbereiche müssen sozial-karitativ oder gemeinnützig sein, können aber auch im Bereich Kultur, Sport, und Politik liegen. FSJ-Stellen gibt es beispielsweise im Krankenhaus, im Alten- und Pflegeheim, im Sportverein, im Kindergarten, in Kirchengemeinden, im Theater oder Museum, beim Radio und Fernsehen, im Jugendclub, in Förderschulen, bei ambulanten Sozialdiensten oder Kulturvereinen und, und, und…
Was lerne ich bei einem FSJ?
Das kommt natürlich ganz darauf an, wo du dein FSJ machst – in einem Altenpflegeheim machst du andere Erfahrungen als in einem Kindergarten. Du wirst aber auf jeden Fall lernen, auf Menschen zuzugehen und ihnen zu helfen, im Leben besser zurechtzukommen. Außerdem sammelst du praktische Berufserfahrungen und kannst feststellen, wo deine Stärken und Schwächen liegen: Bist du gut im Organisieren, kannst du gut zuhören, arbeitest du lieber praktisch mit deinen Händen oder liegt dir eher eine planende Tätigkeit? Auf jeden Fall lernst du, Verantwortung zu übernehmen.
Warum soll ich ein FSJ machen?
Dafür kann es viele Gründe geben. Vielleicht weißt du nach deinem Schulabschluss noch nicht, was du beruflich machen willst. Bei einem FSJ nutzt du deine Zeit sinnvoll und kannst dir dabei Gedanken machen, wie es für dich nun beruflich weitergehen soll. Außerdem macht sich so ein FSJ auch gut in deinem Lebenslauf. Oder aber du weißt schon, dass du gerne einen sozialen Beruf ergreifen willst. Bei einem FSJ kannst du austesten, ob dies wirklich das Richtige für dich ist. Außerdem erhöht das FSJ in deinem Lebenslauf gleichzeitig deine Chancen, eine Stelle im sozialen Bereich zu bekommen. Wer nach der 10. Klasse von der Schule abgeht, ist noch sehr jung – für manche Ausbildungen zu jung. Da ist das FSJ eine sinnvolle Art, ein Jahr zu überbrücken.
Werde ich für meine Arbeit bezahlt?
Du bekommst kein Gehalt, aber ein Taschengeld. Wie hoch das sein wird, hängt davon ab, wo du dein FSJ machst. Wenn du zum Beispiel für deine Stelle extra umziehen musst, wird dir auch eine Unterkunft und Verpflegung gestellt. Deine Krankenversicherung läuft für die Zeit des FSJ weiter, kostet aber nichts. Und so lange du unter 25 Jahre bist, erhalten deine Eltern weiterhin Kindergeld.
Gibt es zu einem freiwilligen Jahr im sozialen Bereich auch noch Alternativen?
Ja, die gibt es. Wer gerne ein freiwilliges Jahr machen möchte, sich aber nicht für den sozialen Bereich interessiert, hat auch die Möglichkeit ein FJD, ein „Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege“, oder ein FÖJ, ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ zu machen.
Kann ich mein FSJ auch im Ausland machen?
Wenn du nach der Schule gerne ins Ausland gehen möchtest, kannst du dein FSJ auch außerhalb Deutschlands machen. Es warten weltweit spannende Aufgaben in anderen Ländern auf dich: zum Beispiel bei einem Kulturverein in Spanien, an einer Schule in Thailand, in einer Behinderteneinrichtung in Israel oder bei der Jugendbetreuung in Tschechien. Auch hier bekommst du ein monatliches Taschengeld sowie Kost und Logis gestellt. Die An- und Abreise wird nicht in allen Fällen gestellt, so dass hier eventuell Kosten auf dich zukommen können.
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