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Gute Aussichten bei Bus und Bahn

Von Michael Krabs 

Die Fahrgastzahlen steigen, viele Verkehrsbetriebe expandieren - und bieten Ausbildungsplätze mit guter Perspektive. Was für welche das sind und wie du dich erfolgreich bewirbst, liest Du hier.

Ausbildung zum Industriemechaniker
(Bild: SWM München)

„Mecha - was?" Wenn Jan Siegmund von seiner Ausbildung erzählt, bekommt er stets die gleiche Reaktion. Jan macht eine Ausbildung zum Mechatroniker. Das sind eigentlich zwei Berufe auf einmal: Mechaniker und Elektroniker. Jan wird am Ende seiner Ausbildung die elektronischen und die mechanischen Komponenten in einem Fahrzeug beherrschen.

Mechatroniker werden von großen PKW-Betrieben, Autoherstellern, der Deutschen Bahn und regionalen Verkehrsbetrieben ausgebildet, oftmals mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeuge. 

„Zwei Berufe im gleichen Zeitraum zu erlernen, das ist schon eine Herausforderung", sagt Jan. Die Ausbildung ist zweigleisig: Betriebliche Praxis wird verknüpft mit theoretischem Unterricht an einer gewerblich-technischen Schule. Jan hat einen Realschulabschluss von einer Hamburger Gesamtschule. Trotz guter Noten musste er fast 40 Bewerbungen schreiben, bevor es mit der Lehrstelle klappte. Die Ausbildung zum Mechatroniker ist begehrt, denn die Berufsaussichten sind gut.

Eine große Auswahl an Ausbildungsberufen
Mechatronikerinnen - und was noch? Verkehrsbetriebe bieten viele Ausbildungswege - von der Elektronikerin bis zum Verkehrsfachwirt. Einige Ausbildungen sind speziell auf den Bedarf der Verkehrsbetriebe zugeschnitten, zum Beispiel die des/der Omnibusfahrer/in, Triebfahrzeugführer/in, Lokführer/in oder Kaufmann/frau im Eisenbahn- und Straßenverkehr. 

Auszubildende zur Kauffrau/Kaufmann für Verkehrsservice
(Bild: SWM)

Verkehrsunternehmen bieten aber auch gute Chancen für Quereinsteiger. Beispiel: Industrie- oder Bürokaufleute bringen fachliche Grundlagen mit. Spezielles Fachwissen eignen sie sich dann im Unternehmen an. In den größeren Verkehrsbetrieben gibt es gute Aufstiegschancen: Interne Weiterbildungen mit Abschluss als Fachwirt qualifizieren zum Abteilungsleiter, die Weiterbildung zum Meister ermöglicht den Aufstieg zum innerbetrieblichen Ausbilder oder Werkstattleiter.

Wer kann sich bewerben? Die meisten Ausbildungsberufe setzen einen Haupt- oder Realschulabschluss voraus. Auch immer mehr Abiturienten machen eine Ausbildung. Für eine Tätigkeit im Bereich Elektrik, Mechatronik oder Mechanik sind handwerkliches Geschick und gute Noten in Mathe und Physik hilfreich. Wer in der Verwaltung arbeiten möchte, braucht gute Deutsch-, Fremdsprachen-, Mathematik- und Computerkenntnisse.

Den Ausschlag gibt aber stets der persönliche Eindruck in Bewerbung und Gespräch. Durch gezielte Fragen testen die Personalchefs Eigenschaften wie Umgangsformen, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein oder Belastbarkeit. Und die Begeisterung für den Job!

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