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Mobbing: Bist du Opfer? Oder Täter?

Mobbing ist Mist – für die Opfer, aber auch für die Täter. Dass Mobbing kein Einzelfall ist, sondern richtig häufig vorkommt, hat eine Studie der DAK und der Uni Lüneburg jetzt bewiesen: Knapp jeder vierte Schüler wurde in der letzten Zeit entweder selbst mehrfach schikaniert oder hat andere fertig gemacht.

Angst in die Schule zu gehen

Mobbing kann krank machen. (Bild: Fotolia.com)

Mit Mobbing sind übrigens nicht die normalen Konflikte, Meinungsverschiedenheiten oder Streitereien gemeint, die es immer gibt, wo viele Menschen aufeinandertreffen. Mobbing heißt, dass jemand aus eurer Klasse über längere Zeit seelisch gequält wird: zum Beispiel, in dem Gerüchte über ihn verbreitet werden, keiner mit ihm spricht, niemand neben ihm sitzen will, jemand auf Klassenpartys oder – reisen ausgegrenzt wird. Das zu ertragen ist so schwer, dass Mobbing auf Dauer krank macht. Logisch, dass Mobbing-Opfer in der DAK-Umfrage das Klima an ihrer Schule und auch das Verhalten der Lehrer viel negativer einschätzen als „Nicht-Opfer“: Sie fühlen sich von ihren Lehrern öfter eingeschränkt und bloßgestellt. Sie haben auch weniger Lust, zur Schule zu gehen und mehr Prüfungsangst als andere.

Auch die Täter sind unglücklich

Aber auch die Täter – immerhin knapp jeder sechste Schüler - scheinen nicht glücklich zu sein. Sie bewerten das Schulklima und das soziale Verhalten ihrer Lehrer ebenfalls negativer als „Nicht-Täter“. Sie gehen auch weniger gern zur Schule und sind unzufriedener mit ihren Schulleistungen als andere. Experten vermuten, dass die Täter durch Mobbing versuchen, ihre eigenen Schwächen auszugleichen.

Und die Lehrer? „Die Lehrkräfte sollten Mobbing zum Thema machen“ sagt Anica Richardt, Diplom-Psychologin an der Uni Lüneburg. Schüler und Lehrer sollten klare Regeln aufstellen, wie man in der Schule miteinander umgehen soll – nämlich respektvoll. Und sie sollten auf die ersten kleinen Anzeichen von Mobbing schnell reagieren, um Opfern wie Tätern eine lange Leidensgeschichte zu ersparen.

Schulregeln – einfach, aber wirksam

Der bekannte Mobbingforscher Dan Olweus hat drei einfache Regeln vorgeschlagen, die sich als nützlich erwiesen haben:

  1. Wir werden andere Schüler nicht mobben.
  2. Wir werden versuchen, Schülern die gemobbt werden, zu helfen.
  3. Wir werden uns Mühe geben, Schüler einzubeziehen, die leicht ausgegrenzt werden.

Welche Konsequenzen es haben soll, wenn sich Schüler nicht an die Regeln halten, das solltet ihr natürlich ebenfalls in eurer Klasse vereinbaren.

Buchtipp:

Dan Olweus: Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten - und tun können, 128 Seiten, Huber Verlag, Bern; ISBN-10: 3456843909, 14,95 Euro

 

 

 

 

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