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HEALTH NEWS
Daddeln führt zu schlechten Noten…
Chatten, gucken, spielen: Nach einer neuen Studie der DAK-Gesundheit sitzt fast jeder 5. Schüler täglich mindestens sechs Stunden vor dem Bildschirm....

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Prima Klassenklima
Wenn eure Lehrer sagen, dass ihr die schlimmste Klasse der ganzen Schule seid – dann muss das noch nichts heißen. Was Lehrer schlimm finden, sehen Schüler ja oft ganz anders. Aber wie ist sie denn wirklich, eure Klassengemeinschaft? Eher klasse oder eher gemein? Fest steht: Schule ist weniger stressig und macht gleich mehr Spaß, wenn das Klima in der Klasse gut ist.

- Bilder: istockphoto
Die Fantastischen Vier singen: „Du stehst nicht im, du bist der Stau”. Und so ähnlich ist das auch mit der Stimmung in eurer Klasse: Du musst sie ertragen, aber trägst auch selbst dazu bei. Aber was genau? Wir haben einen Experten gefragt, der es wissen muss: Jörg Kowalczyk ist Diplom-Sozialpädagoge und Schul-Sozialarbeiter in Hamburg. Hier sind seine Tipps für alle, die für ein positives Klassenklima sorgen wollen.
Eure aha!live-Redaktion rät: Einfach mal ausprobieren, vielleicht wirken die Tipps ja ansteckend.
Tipps für ein gutes Klassenklima
Okay, niemand kann sich aussuchen, mit wem er alles in einer Klasse sitzen muss. Es gibt fast immer Mitschüler, die man echt gern mag. Aber zu seinen Freunden nett zu sein - das ist einfach. Die Kunst liegt darin, auch die anderen, die man nicht so sehr mag, mit Respekt zu behandeln. Das heißt, niemanden auszuschließen oder zu dissen. Wie das geht? Jörg Kowalczyk hat für euch zusammengefasst, was alles zu einem guten Klima beiträgt:
1. Wenn du die Wahl hast, ob dich deine Eltern schnell mit dem Auto zur Schule fahren oder du gemeinsam mit ein paar Klassenkameraden zur Schule radelst – entscheide dich für den gemeinsamen Weg. Das ist lustiger, ihr könnt schon Neuigkeiten austauschen und kommt bestens gelaunt in der Klasse an.
2. Unterricht kann manchmal furchtbar langweilig sein. Aber noch langweiliger wird es, wenn keiner mitmacht. Also gib dir einen Ruck und beteilige dich, das hebt die Stimmung und die Noten noch dazu.
3. Alle melden sich, jeder will die richtige Antwort loswerden – und dann ruft schon wieder einer dazwischen. Das nervt. Wenn du dich darin wiedererkennst, dann versuche, dein Verhalten zu ändern. Die anderen werden es dir vielleicht nicht gleich danken, aber wenigstens auch nicht mehr mit den Augen rollen, wenn du was sagst.
4. Sitzt du in den Pausen am liebsten ungestört mit Stöpseln im Ohr in der Ecke? Das könnte auf Dauer ziemlich desinteressiert auf deine Klassenkameraden wirken. Wenn du diesen Eindruck nicht erwecken willst, dann mach ruhig öfter mal beim Fußball oder anderen gemeinsamen Aktionen mit – auch in der Freizeit.
5. Der Klassenrat tagt. Wenn du dort eher zu den stillen Zuhörern gehörst, überwinde dich und steuere auch mal die oder andere Idee zur Verbesserung des Klassenklimas bei. Vielleicht mal wieder eine Klassenparty? Oder ein Ausflug? Oder einfach nur selbst bestimmte Regeln, damit nicht immer dieselben die Tafel putzen und die Klasse fegen müssen?
6. Kleiner Selbst-Check: Wie rede ich eigentlich mit anderen? Kann ich zuhören oder unterbreche ich immer? Weiß ich alles besser oder haben auch mal die anderen Recht? Hab ich mir dumme Sprüche angewöhnt, die andere beleidigen? Kann ja alles mal vorkommen. Aber Einsicht ist der erste Weg zur Besserung…
7. Dein Nachbar links hat seine Stifte vergessen, der Nachbar rechts sein Frühstück. Und du? Klar, du hilfst aus. Sich gegenseitig zu helfen, ist ein gutes Anzeichen für eine funktionierende Klassengemeinschaft. Und wer weiß, was du morgen zuhause liegen lässt…

Jörg Kowalczyk, Diplom-Sozialpädagoge und Schul-Experte vom Hamburger Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (
www.ikm-hamburg.de).
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