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Daddeln führt zu schlechten Noten…
Chatten, gucken, spielen: Nach einer neuen Studie der DAK-Gesundheit sitzt fast jeder 5. Schüler täglich mindestens sechs Stunden vor dem Bildschirm....

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Experten-Interview mit Make-up-Artist Max aus München
Max (30) ist Make-up-Artist in München und stand uns fast zwei Stunden Rede und Antwort. Lies hier die Tipps vom Profi und erfahre, wie Max es als Make-up-Artist nach London, Mauritius und sogar bis nach Hollywood zu Heidi Klum und ihren „Germany’s Next Topmodels“ geschafft hat.

- Max (30) ist Make-up-Artist in München und hat die aha!live Expertenfragen beantwortet.
aha!live: Max, bevor du uns vom glamourösen Leben als Make-up-Artist zwischen Schauspielern, Models und Top-Fotografen erzählst: Wie bist du denn zu deinem Job gekommen?
Max: Naja, zuerst hab ich Zahntechniker gelernt, denn meine Eltern wollten, dass ich nach der Schule eine vernünftige Ausbildung mache. Aber mir war schon während dessen klar, dass ich etwas mit Schminken machen möchte. Die Ausbildung hab ich zwar abgeschlossen, mich aber gleich danach bei „Beautyful Company“ in München eingeschrieben.
aha!live: Was ist denn wichtig, wenn es um die Wahl der Schule geht?
Max: Es gibt total unterschiedliche Schulen, die in verschiedene Richtungen ausbilden. Und bevor man sich entscheidet, Make-up-Artist zu werden, sollte man sich wirklich gut überlegen, in welche Richtung man gehen möchte. Also ob zu Film und Fernsehen, ins Fotostudio oder ans Theater. Wer zum Beispiel ans Theater möchte, kann auch eine Ausbildung zum Maskenbildner machen. Die ist staatlich anerkannt, im Gegensatz zu den Schulen, die eine Ausbildung zum Make-up-Artist anbieten. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Jeder der will – mit oder ohne Ausbildung – darf sich so nennen. Darum ist eine gute Schule und eine ausgezeichnete Ausbildung das A und O um durchzustarten.
aha!live: Du hast gesagt, du hast Zahntechniker gelernt. Ich dachte, eine Friseurlehre sei Pflicht?
Max: Es ist keine Pflicht. Aber wenn in Deutschland ein Make-up-Artist gebucht wird, dann immer fürs Schminken und für die Haare. Das ist zum Beispiel in Amerika anders, da ist der Job getrennt. Hier jedoch nicht, darum ist eine Friseurlehre ein super Vorteil.
aha!live: Hast du diese dann nachgeholt?
Max: Klar. Allerdings habe ich keine Lehre gemacht, sondern auf der Meisterschule einen Kurs belegt. Das ist eine Schule für Friseure, die sich auf ihre Meisterprüfung vorbereiten. Dort werden alle Basics noch mal durchgegangen und ganz viel geübt. Diese Schule kann man drei oder sechs Monate machen. Oder auch ein ganzes Jahr. Allerdings gibt es da auch große Unterschiede zu meinem Job. Denn wenn ein Friseur eine Hochsteckfrisur macht, zum Beispiel bei einer Braut, dann mit viel Haarspray, dass die Haare der Braut noch um 2 Uhr früh halten und gut aussehen. Wenn du allerdings Haare für Foto oder Film machst, dann muss es zwar auch halten, aber du musst sie auch ganz schnell wieder umstecken können für die nächste Einstellung. Haarspray geht da zum Beispiel kaum, denn das verklebt die Haare.

- Das auch künstlerische Aspekte beim Beruf des Make-up-Artists eine Rolle spielen, sieht man bei diesem Model - geschminkt von Max.
aha!live: Und wie sah deine Schmink-Ausbildung konkret aus?
Max: Wie gesagt, ich war ein Jahr auf der „Beautiful Company“ in München. Und wer mit dem Gedanken spielt, sich zum Make-up-Artist ausbilden zu lassen, sollte vorher wissen, dass mich diese Ausbildung über 10.000 Euro gekostet hat. Darum: Wer das wirklich machen möchte, der sollte jetzt schon so oft wie möglich mal die Freundin schminken oder die Geschwister. Da merkt man ganz schnell, ob man die nötige Geduld hat und ob Schminken nach vier Monaten immer noch Spaß macht.
aha!live: Wow – die Ausbildung kostet richtig viel Geld...
Max: Und da ist noch kein Material dabei... Du brauchst natürlich jede Menge Pinsel und Schminke – Lidschatten, Rouge, Gloss, Lippenstift, Wimperntusche... Und das alles für junge, für reife, für blasse, für dunkle Haut... Du brauchst alles für alle Typen.
aha!live: Das heißt, nach der Ausbildung bin ich erst mal arm?
Max (lacht): Jein. Zum Glück läuft die Ausbildung häufig gar nicht in Vollzeit. Ich hatte einmal pro Monat sieben Tage am Stück Unterricht. Die restliche Zeit hab ich zum Arbeiten und zum Üben genutzt. Neben der Schule zu üben ist total wichtig! Viele lassen sich jedoch täuschen und denken, dass man in wenigen Monaten Make-up-Artist werden kann und nach dem Abschluss die Aufträge nur so zufliegen. Aber bis du dir etwas aufgebaut hast, dauert es genauso lange wie eine reguläre Ausbildung – um die zwei bis drei Jahre.
aha!live: Und wie baut man sich was auf? Klingt kompliziert...
Max: Während oder erst nach der Ausbildung arbeitest du erst mal an deiner Mappe. Das ist ein Buch mit Fotos von Models, die du geschminkt hast. Diese Mappe ist sehr wichtig, denn sie ist deine Visitenkarte bei Fotografen und Agenturen. Weil jeder sich Make-up-Artist nennen darf, brauchst du „Beweise“ für dein Können.
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