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Koffein? Zum Abgewöhnen

Die Nacht war kurz. Bevor es in die Schule geht, kippst du dir eine große Tasse schwarzen Kaffee in den Rachen. Schmecken tut’s nicht, aber du musst fit sein. Also Augen zu und runter damit. Wenn’s alle tun, muss es schließlich gut sein. Oder etwa nicht? 

Bild: istockphoto

Kaffee gilt als das Lieblingsgetränk der Deutschen. Die Tasse Kaffee am Morgen gehört für viele zu einem guten Start in den Tag. Fehlt das Koffein, mutiert man zum Morgenmuffel. Aber woran liegt das? 

Die Macht der Gewohnheit

Ganz einfach: Koffein gehört zu den „psychoaktiven Drogen aus der Gruppe der Stimulantien“. Das bedeutet, es ist eine Substanz, die dich anregt. Und daran gewöhnt sich dein Körper schnell. Schon ein regelmäßiger Konsum über zwei Wochen reicht, um das Gefühl zu erzeugen, dass du jetzt unbedingt einen Kaffee brauchst. Fehlt dem Körper dann das Koffein, kommt man nicht richtig in die Gänge und ist mies drauf.

Das Zellsystem im Gehirn stellt sich auf die Koffein-Zufuhr ein und gleichzeitig lässt die Wirkung nach. Wird das Koffein dann abgesetzt, kann es zu Entzugserscheinungen kommen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit.

Gegen ein Tässchen Kaffee ist natürlich nichts einzuwenden, dennoch ist beim Genuss Vorsicht geboten. Versucht man beispielsweise, sich mit Kaffee wach zu halten, um für die Klausur am nächsten Morgen durchzulernen, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Konzentration im Eimer ist, sehr hoch. 

Energy? Oder eher Kreislaufkollaps?

Koffein findet sich nicht nur in Kaffee wieder. Auch Tee, Cola und vor allem Energy-Drinks beinhalten den anregenden Wirkstoff. Cola-Sorten haben einen durchschnittlichen Koffeingehalt von 100 Milligramm pro Liter. Ein beliebter Energy-Drink enthält etwa 320 Milligramm pro Liter, also drei Mal so viel wie Cola. Trotzdem solltest du Koffein nicht mit Flügeln verwechseln. Denn wenn du zuviel davon trinkst, riskierst du einen Koffeinschock. Das Herz beginnt zu rasen, du bekommst Schweißausbrüche. Nervosität und Übelkeit machen sich breit – bis hin zum Kreislaufkollaps. Ein ziemlich unangenehmes Gefühl… 

Wie komme ich davon wieder los?
Bild: istockphoto

Wer sich erst mal an Koffein gewöhnt hat, merkt bald, wie abhängig das macht. Kaffeeautomat kaputt? Verdammter Mist!! Und die versprochenen Flügel sind dir vom Energy-Drink auch nicht gewachsen – höchstens der Bauchumfang, denn kalorienmäßig haben die Drinks es in sich. Außerdem geht deinen Freunden deine nervöse Art schon ziemlich auf die Nerven. Also? Schluss damit! Entzugserscheinungen treten in der Regel bereits nach nur 12 bis 24 Stunden auf. Das bedeutet, du fühlst dich schlapp, unkonzentriert, mies gelaunt und bekommst vielleicht Kopfschmerzen. Das ist bei einigen nach ein bis zwei Tagen, bei anderen erst nach einer Woche ausgestanden. Aber dann bist du wieder Koffein-clean. Ein super Gefühl! 

Wissenswertes über Koffein

  • Koffein stand lange auf der Dopingliste des Internationalen Olympischen Komitees.  Die World Anti-Doping Agency hat es 2004 jedoch geschafft, dass Koffein von der Liste verbotener Substanzen für Sportler gestrichen wird.
  • An der Friedrich-Schiller-Universtität Jene wurde herausgefunden, dass Koffein den Haarwuchs fördert. Ob koffeinhaltige Shampoos aber tatsächlich helfen, ist wissenschaftlich nicht einwandfrei bewiesen.
  • Koffein hat einen extremen Einfluss auf Spinnen. Unter Koffeineinfluss sind sie nicht in der Lage ein ordentliches Netz zu spinnen.
  • Johann Sebastian Bach komponierte zu Ehren des aromatischen Heißgetränks die Kaffeekantate und auch Beethoven war ein sehr leidenschaftlicher Genießer des koffeinhaltigen Wachmachers.  

In diesem Artikel
  1. Zum Abgewöhnen
  2. Linkliste

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