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Daddeln führt zu schlechten Noten…

Chatten, gucken, spielen: Nach einer neuen Studie der DAK-Gesundheit sitzt fast jeder 5. Schüler täglich mindestens sechs Stunden vor dem Bildschirm....




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Niemand kam mehr an Matthis ran

Damals kam oft niemand mehr an Matthes heran. Nicht einmal Henrieke, seine Freundin. Die hat so ziemlich alles versucht. Sie redete stundenlang auf ihn ein: „Lass das. Du machst dich kaputt.“ Sie hat ihm die Adresse von der Drogenberatungsstelle herausgesucht, angeboten: „Wenn du möchtest, komm ich mit.“ Schließlich ist Henrieke allein in die Sprechstunde gegangen.

Bild: Fotolia.comMatthis fiel das Aufhören nicht leicht, aber er hat es geschafft.

„Zeig ihm, dass er dir wichtig ist“, empfahl ihr der Psychologe, „aber kümmere dich vor allem auch um dich selbst. Denn man kann anderer Leute Probleme nicht lösen. Es sei denn, sie wollen es selbst.“ „Ich war damals stinksauer“, erzählt Matthes. Er stellte sich stur. Bis sie im Begriff war, ihn zu verlassen.

Da hat Matthes endlich aufgehört mit dem Kiffen. Was folgte? Das war erst mal schrecklich. „Ich war unausgeglichen“, erzählt er, „und ich hatte plötzlich unendlich viel Zeit. Denn die alten Freunde fuhren ja weiter die alte Schiene und wollten, dass ich wieder mitmache. Aber da war ich konsequent. Unbekifft neben Kiffern sitzen, ist einfach öde.“
Für Mathes gab es ein Happy-End. Inzwischen trifft er wieder Freunde von früher. Er hat Zeit für knifflige Spiele, für Henrieke und für Moppel. Und er hat auch wieder Ziele für die Zukunft: Informatik studieren, Spiele erfinden.

Oft hört man: Kiffen macht nicht abhängig
Bild: Fotolia.comAlles andere als cool: Bekifft zuhause rumhängen

Wer regelmäßig konsumiert, landet irgendwann an dem Punkt, wo er das Gefühl hat, im Alltag nicht mehr ohne Cannabis zurechtzukommen. Man wird unruhig, wenn einem der Stoff auszugehen droht. Man wird nervös, gereizt, angespannt oder auch ängstlich, wenn man versucht, eine Pause zu machen. Oder man nimmt sich vor, aufzuhören, und schafft es nicht.

Immer mehr Jugendliche kiffen

  • Der Konsum von Cannabis nimmt zurzeit stark zu. In Hamburg zum Beispiel haben 44 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 17 mindestens einmal ihrem Leben eine illegale Droge probiert - meist Marihuana oder Haschisch. Das sind doppelt so viele wie noch vor 7 Jahren. In anderen Städten ist der Trend ähnlich. Die meisten hören nach den ersten Versuchen wieder auf, aber 20 Prozent gaben an, in den vergangenen 30 Tagen mindestens einmal eine illegale Droge konsumiert zu haben, 5 Prozent sind regelmäßige Konsumenten.

  • Die Droge verstärkt Gefühle und Stimmungen. Gleichzeitig wird das Denken flüchtig, die Aufmerksamkeit lässt nach, und man kann sich nicht mehr gut konzentrieren.

  • Experten sagen: Drogen lösen keine Probleme. Sie lenken nur davon ab. Und: Es gibt keinen sicheren Drogengebrauch. Je negativer die Gründe sind, weswegen du kiffst (etwa Einsamkeit oder Traurigkeit), desto größer ist das Risiko, süchtig zu werden.

  • Achtung: Krankheiten wie Depressionen, Ängste oder gar Psychosen können durch Cannabis-Produkte ausgelöst werden!

  • Bekifft Mofa, Motorrad oder gar Auto zu fahren, ist gefährlich. Man reagiert langsam und übersieht Signale oder andere Menschen. Und riskiert, als fahruntauglich eingestuft zu werden und den Führerschein zu verlieren.

  • Nicht zuletzt: Der Besitz, Handel und Anbau auch geringer Mengen von Cannabis ist in Deutschland verboten. Wo die Grenze liegt, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

 

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