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Wenn der Party-Spass endet

Von Sannah Koch

Ich bin alkoholabhängig!“ Diesen Satz zu sagen, fällt dem 19-jährigen Paul (Name geändert) aus Flensburg nicht leicht. Denn bevor er ihn überhaupt aussprechen konnte, musste er erst einmal einsehen, dass das Alkoholtrinken für ihn schon lange kein Party-Spaß mehr ist, sondern dass er den Alkohol richtig braucht. Dass er süchtig ist.

Dabeisein ist alles

Party und Alkohol gehört für viele Jugendliche zusammen


„Als ich mit dem Alkohol anfing, war das noch eine Sache nach dem Motto: Dabeisein ist alles’“, erzählt er. Paul hatte schon immer gerne und viel Party gemacht. Anfangs konnte er sich am nächsten Tag auch noch an alles erinnern. Doch nach einiger Zeit mit immer mehr Bier und Wodka-Lemon fehlten ihm immer häufiger Erinnerungen vom Vorabend: Filmriss! „Ich hatte es oft, dass die Leute mir später erzählten, was ich alles getan hatte. Das war mir oft echt peinlich“, gesteht er. Noch schlimmer findet Paul aber heute, dass er trotzdem weitergemacht und diese Anzeichen seiner Alkoholsucht nicht bemerkt hat.

Blackout am nächsten Morgen
Einmal wurde Paul sogar von der Polizei nach Hause gebracht, weil er auf einer Mauer eingeschlafen war. „Danach dachte ich das erste Mal darüber nach, was ich da eigentlich mache“, sagt er. Doch beim nächsten Bier auf der nächsten Party war alles wieder vergessen, er machte so weiter, und die Blackouts wurden häufiger. „Oft bin ich erst am späten Nachmittag aufgewacht und wusste nicht mehr, wann und wie ich nach Hause gekommen bin.“

Mit Ach und Krach zum Schulabschluß
Paul begann, sich schlecht zu fühlen. „Auf der einen Seite wollte ich mit meinen Freunden feiern, aber auf der anderen Seite wusste ich, was mich am nächsten Tag erwartet.“ Die Schule wurde zum Problem, den Abschluss schaffte er so gerade noch. In der Ausbildung wurde es nicht besser – jetzt kam noch der Arbeitsstress dazu: „Ich versuchte, durch das Trinken die Arbeit zu vergessen und durch die Arbeit die Besäufnisse vom Wochenende zu verdrängen.“

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