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Daddeln führt zu schlechten Noten…
Chatten, gucken, spielen: Nach einer neuen Studie der DAK-Gesundheit sitzt fast jeder 5. Schüler täglich mindestens sechs Stunden vor dem Bildschirm....

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Scharfe Sache!

- Vorsicht, scharf: die Chili-Schote.
Hilfe, ist das scharf! Nach dem Biss in die Chili-Schote kommen dir die Tränen und du greifst nach deinem Wasserglas – aber halt! Das macht den Schmerz nur noch schlimmer! Warum das so ist? Und warum das in China, Thailand oder Indien niemanden interessiert? Das liest du hier: aha!live hat spannende Facts aus der Welt der „scharfen“ Gerichte zusammengetragen. Plus: zwei Rezepte für Klassiker der scharfen Küche zum Ausprobieren!
Wie funktioniert scharf?
3. Klasse, Sachkunde: Unser Geschmack. Erinnerst du dich? Es gab süß, sauer, bitter und salzig als Geschmacksrichtung. In neueren Büchern auch „umami“, was so viel wie „herzhaft“ oder „fleischig“ bedeutet. Aber „scharf“ war nicht dabei. Kein Wunder, denn „scharf“ ist keine Geschmacksrichtung, sondern ein Schmerz! Stoffe wie Capsaicin, das in Paprika und Chili-Sorten enthalten ist oder das Piperin des Pfeffers wirken auf die Wärmerezeptoren im Mund und lösen chemisch einen Hitzereiz aus. Wir spüren Schmerz und interpretieren diesen als „Schärfe“. Das könnte auch erklären warum die Engländer für „heiß“ und „scharf“ ein und dasselbe Wort verwenden: nämlich „hot“. Auch die Haut reagiert stark auf das Capsaicin, sie brennt und rötet sich. Das merkt man besonders, wenn man sich nach dem Chili-Schneiden die Augen reibt: Die Schleimhäute sind eben sehr empfindlich. Deshalb nach dem Chili-Schneiden mit Seife gut die Hände waschen...
Zuviel erwischt?
Wenn du in etwas sehr Scharfes gebissen hast, hilft folgendes: Auf keinen Fall Wasser trinken, damit verteilst du den Schärfe-Wirkstoff nur noch weiter im Mund. So reizt er noch mehr Rezeptoren und das Brennen wird noch stärker. Besonders der Chili-Wirkstoff „Capsaicin“ ist echt fies, denn er ist nicht wasser – sondern nur fettlöslich. Darum helfen nur fetthaltige Lebensmittel gegen die Schärfe, beispielsweise ein Schluck Milch, etwas Joghurt oder in Olivenöl getunktes Brot.
Warum wird in vielen Ländern so scharf gegessen?

- In Indien wird traditionell sehr scharf gegessen. (Bilder: fotolia.com)
Es gibt mehrere Theorien warum in vielen südlichen Ländern, zum Beispiel in Asien oder Südamerika, scharf gewürzte Speisen täglich auf den Tisch kommen. Für die meisten Europäer wäre vieles davon kaum genießbar. Das liegt daran, dass Menschen sich an Schärfe gewöhnen. Wer oft und regelmäßig scharf isst, der empfindet die Schärfe nicht mehr als zu stark.
Scharf lässt besser schmecken
Durch die Schärfe wird die Haut im Mund stärker durchblutet. Viele Menschen nehmen dann die Aromen der Gerichte stärker wahr und können so noch mehr Geschmacksnuancen rausschmecken als ohne scharfe Gewürze. Die scharfen Bestandteile im Essen sind für „Geübte“ also ein Geschmacksverstärker!
Scharf macht glücklich
Wenn Menschen Schmerz spüren, reagiert unser Gehirn mit dem Ausschütten von Glückshormonen, den so genannten Endorphinen. Das funktioniert auch bei Schärfe, die ja auch ein Ausdruck von Schmerz ist. Scharf macht also happy!
Scharf kühlt und konserviert
Besonders in sehr heißen Ländern wird scharf gegessen. Wem nach der extra scharfen Curry-Wurst schon mal die Schweißperlen auf der Stirn standen, der kennt auch den Grund dafür. Die Schärfe wirkt auf unsere Wärmerezeptoren, die Hautporen öffnen sich und wir fangen an zu schwitzen. Der Schweiß kühlt die Haut, die Körpertemperatur sinkt – bei superheißen Temperaturen ist das angenehm. Außerdem haben viele der Wirkstoffe in scharfen Pflanzen eine abtötende Wirkung auf Bakterien – was dabei hilft, Lebensmittel länger haltbar zu machen und Infektionen zu verhindern.
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