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HEALTH NEWS
Daddeln führt zu schlechten Noten…
Chatten, gucken, spielen: Nach einer neuen Studie der DAK-Gesundheit sitzt fast jeder 5. Schüler täglich mindestens sechs Stunden vor dem Bildschirm....

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Martin: „Ich fühle mich in meinem Körper noch unsicher“
Martin hat uns von seinen Gefühlen erzählt. Er glaubt, dass er schwul ist, schließt aber nicht aus, auch Mädchen anziehend zu finden.

- Bild: Fotolia.comVerwirrung in der Pubertät: Liebe ich Mädchen oder Jungs?
„Ich habe mich schon als Kind irgendwie anders gefühlt“, sagt Martin. Der 16-jährige Schüler aus einer niedersächsischen Kleinstadt hatte eine unruhige Kindheit. Seine Eltern trennten sich früh, er lebte erst bei seinem Vater, bis der so krank wurde, dass er ihn nicht mehr versorgen konnte. Dann zog Martin für drei Jahre zur Patentante, bis er mit 11 alt genug war, um als „Schlüsselkind“ bei seiner Mutter zu wohnen. Er war aber auch viel alleine und futterte sich aus Frust zum dicken Kind.
Heute ist Martin ein schlanker Junge und sicher für manches Mädchen attraktiv. Aber ihn plagen immer noch Minderwertigkeitskomplexe. Martin hat schon mit 13 bemerkt, dass er Jungen eigentlich attraktiver findet. Als ihn ein Brieffreund fragte, ob er schwul sei, hat er nachgedacht. Das Ergebnis: „Ich hatte das Gefühl, dass er vielleicht Recht hat, fand es aber nicht schlimm.“
Erstes Outing mit 15 Jahren
Mit 15 wollte Martin „diesen Teil von mir nicht mehr verstecken“ und endlich das Thema offen ansprechen, obwohl er bis dahin keine sexuellen Erfahrungen mit Mädchen oder Jungen hatte. Für sein erstes Outing hatte er sich seine beste Freundin ausgesucht. „Ich bin möglicherweise schwul“, gestand er ihr. Sie nahm es locker. Von ihr erfuhr er, dass einige Freunde schon hinter seinem Rücken gerätselt hatten, ob er vielleicht homosexuell sei.
Viel schwieriger war es für Martin, mit seiner Mutter zu reden. „Eines Abends habe ich ihr gesagt, dass ich mit ihr sprechen muss“, erinnert er sich. Doch dann bekam er vor Nervosität kein Wort heraus. Am nächsten Morgen fragte die Mutter nach, und er stotterte wieder nur. „Wird das ein Coming-out, hat sie mich gefragt“, erzählt Martin. Damit war es heraus. Die erste Reaktion der Mutter: „Schade, dann werde ich ja nie Enkelkinder bekommen!“ Sonst, so Martin, habe sie die Nachricht gut, aber etwas skeptisch aufgenommen.
Bin ich wirklich schwul?
Viele schlechte Erfahrungen hat Martin bei seinen Outings bislang nicht erlebt, allerdings hat er seither oft das Gefühl, dass seine Freunde ihn nicht als Menschen, sondern nur als Schwulen ansehen. Ob er das aber wirklich ist, weiß Martin gar nicht so genau. Zwar hatte er mittlerweile seinen ersten Freund, aber er meint: „Ich schließe es nicht aus, auch Mädchen anziehend zu finden.“ Und dann will er diesem Gefühl auch folgen.
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