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Unzufriedenheit, Eifersucht, Streit: Was tun bei Beziehungs-Stress?

Manchmal ist es nicht so einfach, einen festen Freund oder eine feste Freundin zu haben. Es gibt Reibereien, Auseinandersetzungen, Streit und Stress bahnen sich an. Was kann man tun, damit daraus nicht ein echtes Beziehungsdrama wird? Hier sind sieben typische Stress-Situationen – und psychologische Tipps, wie ihr die Wogen wieder glätten könnt.

Eifersucht kann echt nerven und zum Beziehungsproblem werden. (Bild: istockphoto)

1. „Mein Freund ist total eifersüchtig, ich darf gar nichts mehr mit anderen machen! Langsam geht er mir damit echt auf die Nerven!“ Sophie, 15

Tipp: Eifersucht ist ein Gefühl, dass auf Dauer wirklich stört, weil es jeden, der davon betroffen ist, im Verhalten einengt – egal, ob man selbst eifersüchtig ist oder der Partner. Jungs und Mädchen, die eifersüchtig sind, haben vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht und / oder haben unbewusst Angst, den anderen zu verlieren. Deshalb wollen sie möglichst alles kontrollieren und niemand darf ihrem Schatz zu nahe kommen. Aber so erreichen sie leider nicht, dass die Beziehung vertrauensvoller wird, sondern meistens passiert das Gegenteil: Der andere ist genervt und das zu Recht!

Aber wie kann man gegenseitiges Vertrauen schaffen, damit man weniger Angst hat, den anderen zu verlieren? Indem man sich immer wieder sagt, wie gern man sich hat, dass man sich liebt, indem man gemeinsam etwas unternimmt oder Pläne schmiedet, also die Zweisamkeit pflegt. Aber Vertrauen baut man auch auf, wenn es in der Beziehung möglich ist, eigene Interessen und Hobbies zu pflegen, sich auch allein mit Freunden oder Familie zu treffen. Das ist sehr wichtig, weil es eine Beziehung belebt, wenn man etwas ohne den anderen unternimmt und sich hinterher gegenseitig davon erzählt, was man erlebt hat. Am besten einfach mal ausprobieren!  

2. „Meine Freundin regt sich jedes Mal wahnsinnig auf, wenn ich nach dem Fußball noch mit meinen Freunden feiere! Was kann ich dazu, wenn jedes Wochenende Spiele sind? Sie behauptet immer gleich, sie sei mir nicht wichtig …“ Felix, 17

Tipp: In jeder Beziehung kommt irgendwann einmal der Punkt, wo plötzlich ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen aufeinander prallen. Meistens dann, wenn die erste große Verliebtheit vorbei ist. Einer will in Ruhe seinem Sport und Spaß nachgehen, der andere möchte gern das Wochenende gemeinsam verbringen – und schon habt ihr einen handfesten Interessenkonflikt! Was tun?

Das Zauberwort heißt Kompromiss. Versucht, euch zu einigen. Dazu muss man sich zuerst einmal gegenseitig erzählen, was einem wichtig ist und warum – dabei den anderen in Ruhe ausreden lassen und sich gegenseitig gut zuhören. Eine Möglichkeit kann auch sein, dass jeder 3 oder 5 Minuten Redezeit bekommt, um seine Wünsche mitzuteilen. Im nächsten Schritt solltet ihr dann überlegen, ob jeder von euch ein Stück auf den anderen zugehen kann. Könntest du dir zum Beispiel vorstellen, nicht jedes Mal nach dem Spiel zu feiern? Oder könnte deine Freundin auch mal ein Wochenende komplett auf dich verzichten? Hilfreich ist, einfach mal verschiedene Kompromisse auszuprobieren. Eine Lösung habt ihr gefunden, wenn beide sich damit gut fühlen. 

Tratschtante? (Bild: istockphoto)

3. „Egal, was wir gemacht haben: Meine Freundin erzählt alles weiter und am nächsten Tag weiß es die ganze Klasse“ Anton, 15

Tipp: Das ist problematisch, denn eine der wichtigsten Grundlagen für Freundschaft und Liebe ist gegenseitiges Vertrauen. Aber wie kann man jemandem vertrauen, der alles weiter erzählt? Wahrscheinlich denkt sich deine Freundin gar nichts Böses dabei. Deshalb rede einfach mal in Ruhe mit ihr. Du kannst ihr zum Beispiel erzählen, was Psychologen über Freundschaft und Vertrauen wissen: Nämlich, dass Vertrauen nicht vom Himmel fällt, sondern dass man es sich „erarbeiten“ muss. Indem man sich Stück für Stück füreinander öffnet und von sich erzählt, und der Freund / die Freundin dann durch Verschwiegenheit zeigt, dass die kleinen Geheimnisse bei ihnen gut aufgehoben sind und man ihnen vertrauen kann.    

 

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