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Warum eSport Sport ist und warum nicht

- Sport am Computer - geht das überhaupt? Die Freude über Siege fühlt sich auf jeden Fall echt an.
(Bild: Fotolia.com)
Am 9. März 2005 entschied das Bundesverwaltungsgericht, Computerspiele seien selbst dann kein Sport, wenn sie im Wettbewerb veranstaltet werden. Sport müsse eine körperliche Ertüchtigung zugrunde liegen. Wissenschaftler der Technischen Fachhochschule Wildau sehen trotz des gerichtlichen Entscheids „viele Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden Sphären“. Ähnlich wie bei herkömmlichen Sportarten drängt der eSport zur Professionalisierung. Aufgrund der komplexen Technik hinter den Netzwerkcomputerspielen wird es für Anfänger zunehmend schwieriger, sich an Profis zu messen. Zudem spielen trainierbare körperliche und geistige Fähigkeiten eine wichtige Rolle. Dazu gehören die Hand-Augen-Koordination, Reaktionsvermögen und ein taktisches Verständnis.
Die Zukunft des eSports
Neben Sport-Games spielen die Teilnehmer im eSport jedoch auch häufig Gewalt verherrlichende Computerspiele. Eine Studie von Psychologen der Universität Aachen belegt, dass Gewaltcomputerspiele schon nach zwei Stunden die menschliche Aggression deutlich erhöhen und dadurch als gesundheitsgefährdend gelten müssen. Trotzdem florieren die elektronischen Sportarten. Es stellt sich allerdings die Frage in welche Richtung sich der Trend entwickelt. „Es gibt da nur zwei Möglichkeiten: Entweder geht der eSport im deutschen Sportverband auf. Dann würde er sich ähnlich entwickeln wie die Trendsportarten Snowboarding und Inlineskating“, orakelt der Sportwissenschaftler Dr. Christian Stahl von der Universität Stuttgart im „Electronic Arts Magazin“. Als zweite Möglichkeit hält er den eSport neben dem traditionellen Sport als eigenen Bereich für denkbar. Während hierzulande noch über den Status von eSport diskutiert wird, haben die Vorreiterländer Südkorea und China ihn bereits als offizielle Sportart anerkannt. In Schweden überträgt der Clan SK-Gaming Wettbewerbe sogar im Fernsehen und Internet.
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