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Interview mit Kitesurf-Profi Rick Jensen
Kitesurfer haben den 30. April am Ostseestrand Dahme fest im Blick: Da startet nämlich der erste von fünf Wettkämpfen der diesjährigen KITESURF TROPHY. Rick Jensen, deutscher Jugendmeister 2006 im Kitesurfen, ist natürlich auch dabei – und zwar als Anführer des SMINT-Teams. Doch bevor es demnächst richtig ernst wird für den 20-jährigen Kite-Profi, hat aha!live ihn sich noch zum Interview geschnappt. Und das war gar nicht so leicht...

- Cooler Typ: Rick Jensen
aha! Du bist ja ganz schön schwer zu erreichen. Erst warst du ein paar Monate in Kapstadt, Südafrika. Und kaum warst du hier, bist du schon wieder nach Ägypten verschwunden...
Rick: Ich muss mich auf die anstehende Saison vorbereiten, die wird schließlich sehr wichtig. Darum hab ich diesen Winter drei Monate mit einigen Freunden in Südafrika verbracht. Das war eine tolle Zeit! Dort haben wir auch viel fotografiert und gefilmt, um Reiseberichte für Kitemagazine zu schreiben und Videos im Internet zu veröffentlichen. Das ist auch wichtig, weil wir damit unsere Sponsoren in der Öffentlichkeit unterstützen. So entstanden in Südafrika einige Bilder für SMINT. In Ägypten wurden aktuell noch ein paar Bilder für den anstehenden Worldcup geschossen.
aha! Kiten ist ja nicht gerade ein alltäglicher Sport. Wie bist du dazu gekommen?
Rick: Ich wurde schon mit sechs Jahren vom Wassersportvirus infiziert, als mich mein Vater aufs Windsurfboard stellte. Neben dem Windsurfen habe ich mich auch immer sehr gerne von großen Lenkdrachen am Strand durch den Sand ziehen lassen. Als schließlich 1999 die ersten Berichte vom Kitesurfen in Windsurfzeitschriften erschienen, kombinierte ich meine beiden Hobbys und begann das Kitesurfen. Anfangs versuchte ich mit meinem Lenkdrachen und dem Windsurfboard zu kiten. Richtig begonnen habe ich dann erst, als mir meine Eltern zum zwölften Geburtstag einen Kitesurfkurs schenkten, bei dem ich mit einem richtigen Tubekite fliegen konnte. Als ich dann noch ein echtes Kiteboard an den Füßen hatte, war ich nicht mehr zu stoppen.
aha! Hast du gleich angefangen, regelmäßig Stunden zu nehmen?
Rick: Das läuft beim Kiten anders, denn man tritt nicht einem Verein bei oder nimmt Stunden. Nach dem Grundkurs begann ich, mir selbst Tricks beizubringen und Erfahrungen zu sammeln, während ich mit Freunden auf dem Wasser und am Strand war. Zum Kiten kam ich damals nur in den Ferien oder an langen Wochenenden. Wenn die Windvorhersage jedoch richtig gut war, sind meine Eltern auch hin und wieder spontan mit mir losgefahren.
aha! Wo hast du anfangs gekitet?
Rick: Viel auf Fehmarn, wo ich mit meinen Eltern und meinem Bruder die Ferien verbrachte. Als ich besser wurde und mich nicht nur auf die Ferien beschränkte, fuhr ich zusammen mit meinem Vater – er ist selber Windsurfer - oft nach Meldorf oder St. Peter-Ording.

- Maui, Südafrika, Ägypten: Rick ist viel unterwegs (Alle Bilder: www.rickjensen.de)
aha! Und wo warst du jetzt schon überall?
Rick: Durch die Unterstützung meines einen Sponsors Naish Kiteboarding bin ich in den letzten Jahren sehr viel rumgekommen. Hawaii, Mexiko, Venezuela, Südafrika, Ägypten, Spanien, Frankreich...
aha! Klingt super. Kannst du sagen, wo es am tollsten war?
Rick: Nein, das geht so pauschal nicht, da es viele Kriterien gibt, die eine Destination „toll“ machen. Neben guten Kite-Bedingungen ist das soziale Leben für mich auch sehr entscheidend. Immerhin bin ich jung und will mein Leben genießen und dazu gehört mehr als nur zu kiten. Am interessantesten und abwechslungsreichsten war es daher in Südafrika oder auf Maui, auch wenn die Kitebedingungen in Brasilien besser sind. Meinen Lieblingsort in Deutschland gebe ich jedoch nicht Preis, der ist mir heilig.
aha! Wie viel Zeit verbringst du mittlerweile in Deutschland, wie viel im Ausland?
Rick: Momentan habe ich das Gefühl, dass ich wirklich mehr Zeit im Ausland als in Deutschland verbringe. Zwischen dem Trip nach Hawaii und einem Videodreh in Ägypten war ich nur einen Tag zu Hause. Und zwischen Kapstadt und Ägypten lagen auch nur zwei Tage trauter Heimat. Manchmal ist das ganz schön anstrengend, das gebe ich zu, aber ich genieße diesen Abschnitt meines Lebens trotzdem sehr!
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